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Straßenbau
Mitten im Winter: Trasse für die dreistreifige Bundesstraße 101 wird nun gerodet

Bad Liebenwerda . Jetzt kommt doch noch Bewegung in die Baustelle zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda. Von Manfred Feller

Mitten im Winter kommt doch noch Bewegung in die seit Monaten ruhende B 101-Baustelle zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda. „Im Dezember geht es los“, kündigt  Martin Beulig, Technischer Gruppenleiter des Hauptauftragnehmers Strabag AG, Bereich Lausitz, Gruppe Senftenberg, auf Nachfrage an. In dieser Woche werde zunächst die Baustelleneinrichtung aufgebaut. Dazu gehören die Lager- und Transportflächen.  Ab dem 11. Dezember rollen dann die Maschinen auf das 4,8 Kilometer lange Baufeld. Links und rechts der Bundesstraße, die im nächsten Jahr dreistreifig mit wechselseitiger Überholspur ausgebaut wird, müssen die Stubben der im Frühjahr gefällten Bäume aus dem Boden geholt werden. Frost bis zu einer gewissen Minusgrenze behindere die Arbeiten der schweren Technik nicht. Nur reichlich Schnee dürfe nicht fallen, heißt es. Wenn es die Witterung zulasse, solle nach dem Jahreswechsel sofort weitergearbeitet werden.

Aufgrund der umfangreichen Vorbereitung könne es erst jetzt losgehen, so Martin Beulig. Nach dem Roden wird ein zweispuriger Wirtschaftsweg angelegt und asphaltiert. Darüber soll der Verkehr während der Bauphase auf der B 101 rollen. Nach der Fertigstellung der Bundesstraße wird die Breite des Weges verringert. Er dient dann als parallele Langsamfahrstrecke, die auch von Radfahrern genutzt werden kann.

Laut dem Vertragstermin in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßenwesen soll die Strabag die dreistreifige B 101 zum 30. November 2018 übergabereif hergestellt haben. Beim offiziellen 1. Spatenstich Ende September ist der Bad Liebenwerdaer Bürgermeister Thomas Richter (CDU) nach Rücksprache mit dem ebenso zuversichtlichen Landes-Verkehrsministerium noch von einem viel früheren Termin ausgegangen. Demnach sollten die neue B 183-Ortsumfahrung der Kurstadt und die B 101 zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda gleichzeitig Ende September 2018 für den Verkehr freigegeben werden. Daraus wird nun nichts.

Der Ausbau stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Der Landesbetrieb musste sich eine miserable Vorbereitung und eine an der Realität vorbeigehende Ausschreibung der umfangreichen Baumfällarbeiten vorwerfen lassen und gestand diese auch ein. Es kam zum Streit zwischen ihm und der ausführenden heimischen Firma.