Dorfgemeinschaftshaus – das ist ein sperriger Begriff für einen Treffpunkt in einem Dorf, in dem nicht selten bei Feiern die Post abgeht, in dem man sich in Interessengruppen treffen kann oder auch, um über die nächsten Projekte zu streiten. Jedes Dorf, in dem es so ein Haus gibt, hat etwas Spezielles zu bieten. Was liegt näher, als dem „Kind“ einen individuellen Namen zu geben.
Das schlägt die Elsterwerdaer Bürgermeisterin Anja Heinrich für das Dorfgemeinschaftshaus in Kraupa vor: „Wir möchten diesem schönen Gebäude einen charaktervollen, prägnanten Namen mit örtlichem Bezug geben.“ Jeder könne sich an der Suche beteiligen, vor allem natürlich die Einwohner selbst.
Alles andere als schön: das Dorfgemeinschaftshaus Kraupa vor der Sanierung im Jahr 2013.
Alles andere als schön: das Dorfgemeinschaftshaus Kraupa vor der Sanierung im Jahr 2013.
© Foto: Ansgar Große
Das umfassend sanierte Dorfgemeinschaftshaus in Kraupa ist nach Abschluss der Arbeiten im November 2018 feierlich an den Bürgerverein übergeben worden. Es waren fast 1,6 Millionen Euro kommunale, Landes- und EU-Mittel investiert worden. Kraupa ist zudem vor Plessa als Naturparkgemeinde ausgezeichnet worden und hatte sich beim Naturparkfest würdig präsentiert.

Interessante Dorfgeschichte

Bei der Namenssuche hilft vielleicht ein Blick in die lange Geschichte: Der Ortsname bezieht sich auf ein Gewässer. Es gab einst eine Poststation, den Braunkohleabbau, eine Signalstation des Militärs, natürlich viele Korbmacher und in größerem Maßstab den Obstanbau.
Die Vorschläge können auf dreierlei Weise eingereicht werden: per E-Mail an kultursporttourismus@elsterwerda.de, per Post an Stadt Elsterwerda, z. Hd. Bürgermeisterin, Hauptstraße 12, 04910 Elsterwerda, oder in die Ideenbox im Laden von Frau Timmel stecken.