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| 02:41 Uhr

Mit ordentlich Tempo ins neue Amt

Die Zwei an der Spitze: Bürgermeister Lutz Schumann und Stellvertreterin Gabriele Pawlack begutachten den ehemaligen Friedhof.
Die Zwei an der Spitze: Bürgermeister Lutz Schumann und Stellvertreterin Gabriele Pawlack begutachten den ehemaligen Friedhof. FOTO: ahu
Hohenleipisch. Die ersten 50 Tage Amtszeit sind schon geknackt. Seit Ende Juni ist Lutz Schumann das neue Oberhaupt von Hohenleipisch. Er und seine Stellvertreterin Gabriele Pawlack verraten, was besser wird und welche Aufgaben anstehen. Anja Hummel

Ein reges Vereinsleben, traditionsreicher Obstanbau und Töpfereikunst - dafür ist Hohenleipisch bekannt, fassen es Bürgermeister Lutz Schumann und Stellvertreterin Gabriele Pawlack zusammen. "Und wenn es darauf ankommt, halten die Hohenleipischer immer zusammen", ergänzt die Dame an der Gemeindespitze. Ihr neues Ehrenamt nehmen beide sehr ernst.

"Ich werde mich das nächste halbe Jahr ganz auf mein Amt konzentrieren", kündigt Bürgermeister Lutz Schumann an. Schließlich müsse alles Hand und Fuß haben und die Bürger sollen nicht enttäuscht werden. Haushaltsplan, Anträge, Sitzungen, Einladungen - all diesen Sachen muss sich der gelernte Diplom-Ingenieur für Maschinenbau jetzt annehmen.

Auch die Stellvertreterin lässt es nicht ruhig angehen. Sie sei eben überall dabei, wo Hilfe gebraucht wird, sagt Gabriele Pawlack, die seit der Wende selbstständig ist. Die 52-Jährige wünscht sich vor allem, dass vieles ein bisschen schneller voran geht. Bedarf gebe es genug.

Probleme schnell angehen

Da ist zum Beispiel die Gefahrenstelle im Ortsteil Dreska. "Der Weg um die Kirche ist ein großes Problem im Winter. Da steht das Eis auf der Hauptstraße", erklärt Pawlack. Deshalb müsse dringend etwas passieren, bevor die Minusgrade da sind. Bereits in Arbeit ist der Zaun rund um das Kriegerdenkmal an der Mittelhäuserstraße in Hohenleipisch. "Das ist echte Handarbeit von 1930 und gehört zum Denkmal. Deshalb lassen wir den Zaun neu beschichten", so Schumann. In diesem Jahr soll er wieder in neuem Glanz erstrahlen. Nicht ganz so schnell ist die Gestaltung des ehemaligen Friedhofs möglich. Ein Park soll es werden mit blühendem Rhododendron, Gehwegen und einladenden Sitzmöglichkeiten, rund einen Hektar groß. Die Gräber sind schon ausgehoben und ein Teil der alten Mauer weggerissen. "Die Umgestaltung wird Stück für Stück gemacht. So wie Geld da ist", sagt der 54-jährige Bürgermeister. Gleich gegenüber vom zukünftigen Park wird momentan ein neuer Gehweg von der Bahnhofstraße bis zur Kreuzung Goethestraße errichtet. "Im nächsten Jahr geht es mit dem Abschnitt bis zum Sportplatz weiter", weiß Schumann. Nicht zu vergessen ist der neue Bahnhof. "Die Züge Richtung Berlin halten schon. Der zweite Haltepunkt soll in diesem Jahr noch fertig sein", sagt die stellvertretende Bürgermeisterin. Dann wird der dazugehörige Parkplatz errichtet.

Ort braucht dringend Jugend

Was die beiden Gemeindeoberhäupter jedoch nicht fest einplanen können, ist der Nachwuchs im Ort. "Das Mittelfeld fehlt in Hohenleipisch", bedauert Gabriele Pawlack und meint damit die jüngere Generation unter 30. Dabei sei die Infrastruktur sehr gut. Ärzte seien da, Gaststätte, Schule, Kita und Einkaufsmöglichkeiten. "Alles, was man braucht, ist zentral im Ort gelegen", so Pawlack. Dank Immobilien sind schon viele Auswärtige in die Gemeinde gezogen. Einige stehen aber noch immer leer. Die sollen in Zukunft verkauft werden. "Wir wollen, dass es vorwärts geht, Schwung reinbringen, ein schnelleres Tempo vorlegen", sagt die Stellvertreterin. Schwung wird es in den nun allein schon dank der Vereine geben. Lobenburgfest, Tag der offenen Tür der Feuerwehr und die Apfeltage stehen an.