Der Prüfungsstart für die Abiturienten nicht nur am Elsterschlossgymnasium in Elsterwerda gibt ein merkwürdiges Bild ab. Fast wie in einem Operationssaal. Abstandsstreifen sind auf den Flurboden geklebt worden. Vor der Tür zur Aula steht Desinfektionsmittel bereit.

Drinnen bewegen sich die beaufsichtigenden Lehrer und Zwölftklässler nur mit Nase-Mund-Maske. Manch ein Abiturient behält diese auch während des Arbeitens auf. Die Maske, so Schulleiter Martin Goebel, sei eine Empfehlung, denn das Staatliche Schulamt habe noch keine geliefert. Wer eine solche privat besitzt, bringe sie bitte mit.

Ob vor dem Sekretariat oder den Prüfungsräumen - wo erforderlich, sind am Gymnasium Elsterwerda Abstandsstreifen auf den Fußboden geklebt worden.
Ob vor dem Sekretariat oder den Prüfungsräumen - wo erforderlich, sind am Gymnasium Elsterwerda Abstandsstreifen auf den Fußboden geklebt worden.
© Foto: Manfred Feller

Die Platzanzahl in der Aula ist von 50 auf jetzt maximal 20 reduziert worden, in kleineren Räumen von 20 auf sechs. Zum Auftakt in Elsterwerda werden 17 junge Leute in den Fächern Geografie, Kunst und Politische Bildung geprüft.

Abi in Elsterwerda: Zu Hause gut vorbereitet

Martin Goebel geht davon aus, dass sich die Abiturienten zu Hause gut auf die Prüfungen vorbereitet haben. Lehrer und Schüler standen über die üblichen Medien in Kontakt. „Das Ziel des Abiturs ist die Studierfähigkeit. Das heißt, die Schüler müssen selbstständig lernen können“, so der Schulleiter. Insofern sei das Zuhauselernen nichts, womit die Prüflinge nicht hätten klarkommen können.

Deutlicher Hinweis vor der Tür eines Prüfungsraumes.
Deutlicher Hinweis vor der Tür eines Prüfungsraumes.
© Foto: Manfred Feller

Kaum ist eine Sache geklärt, drängt sich schon das nächste Problem auf. Werden alle 89 Neuntklässler ab dem 4. Mai ihr Praktikum in Betrieben und Einrichtungen aufnehmen können? Bislang hätten nur drei Schüler eine Absage erhalten. Das Praktikum würde die Schule hinsichtlich zu regulierender Personengruppen entlasten.