| 02:49 Uhr

Mineralquellen investieren ins Glas

Mineralquellen-Geschäftsführer Christian Schindel vor der großen Flaschen-"Waschmaschine" in Bad Liebenwerda.
Mineralquellen-Geschäftsführer Christian Schindel vor der großen Flaschen-"Waschmaschine" in Bad Liebenwerda. FOTO: F. Claus
Bad Liebenwerda. Die Bad Liebenwerdaer Mineralquellen GmbH blickt optimistisch in die Zukunft und setzt auf hochwertige Markenprodukte. In den nächsten zehn Jahren sollen zehn Millionen Euro investiert werden, vor allem auch in die Glas-Abfüllanlage. Damit setzen die Bad Liebenwerdaer Akzente in der Branche. Frank Claus

Das war so nicht erwartet worden. Der Verbrauch von Mineral- und Heilwasser ist im Jahr 2014 in Deutschland nochmals geklettert - und zwar auf das bislang höchste Niveau von 143,5 Litern pro Kopf. Davon profitiert auch das Bad Liebenwerdaer Unternehmen, das zur Rhönsprudel-Gruppe gehört. Die wiederum hat sich stabil in den Top-Ten der Mineralbrunnenbetriebe in Deutschland einrangiert.

Christian Schindel (30), Geschäftsführer und Gesellschafter, berichtet von einem Zuwachs von fünf Prozent im vergangenen Jahr in der Rhönsprudel-Gruppe und sagt klipp und klar. "Wir sind und bleiben der Mehrweg-Produzent." Für ihn ist das auch ein Signal des Mittelstandes. "Wir schaffen Arbeitsplätze, stehen für den Klimaschutz und sorgen für Wohlstand in der Region." Kontinuierlich den Markt zu beobachten, sei Pflichtaufgabe. Dabei, so Christian Schindel, ist in den vergangenen Jahren deutlich erkennbar geworden, dass die Gruppe derjenigen, die auf Qualität setzt und bereit ist, dafür zu zahlen, zugenommen hat. Die Nachfrage nach hochwertigen Wässern in Glasflaschen sei gestiegen, und das nicht nur im Gastronomiebereich. "Glas ist das beste Verpackungsmittel für Lebensmittel", sagt Christian Schindel und handelt: "Wir werden unsere Glasstrecke modernisieren." Ansonsten bleibe der Trend hin zu Mineralwasser ohne oder mit wenig Kohlensäure ungebrochen. Etwas rückläufig sei die Nachfrage im Schorlen-Segment. Einen Aufwärtstrend hingegen gebe es bei den leichteren Produkten mit Geschmack.

Das Unternehmen beschäftigt gegenwärtig 210 Mitarbeiter und liefert im etwa 200-Kilometer-Umkreis. Außerordentlich stark platziert sei die Kurstadt-Firma am Berliner Markt, unter anderem auch mit der Marke Spreequell. Eine große Herausforderung sei die zunehmende Individualität bei Gebinde- und Flaschenformen. Das führe zu erheblichem Sortieraufwand. Deshalb würden gegenwärtig betriebswirtschaftliche Untersuchungen angestellt, in dessen Ergebnis entschieden werden soll, ob in eigene Sortierstrecken investiert werden muss oder ob dieser Auftrag fremdvergeben wird.

Kommentar: Und noch eine Entscheidung

Zum Thema:
"25 Jahre Leben, Liebe & Leidenschaft", so heißt eine Danke-Aktion der Mineralquellen GmbH, für die jetzt der Startschuss gegeben wurde. Anlass seien 25 Jahre Wiedervereinigung und das langjährige Vertrauen in die Marke. Die Mineralquellen GmbH stellt vor allem Frauen in den Fokus und will ihnen auf originelle Weise Danke sagen. www.mineralquellen.de