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Pendleratlas ist Arbeitsmittel!

Frank Claus
Frank Claus FOTO: Sebastian Schubert / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Meinung Von Frank Claus

Kürzlich habe ich in einer Verwaltung einer größeren Stadt im Landkreis nachgefragt, wie viele Ein- und Auspendler sie denn täglich habe. Die Antwort: Achselzucken. Für mich ist das nicht nachvollziehbar.
Die Kenntnis über Bevölkerungsbewegungen müsste doch entscheidende Basis für so viele kommunalpolitische Vorhaben sein. Wie arbeitet ein Wirtschaftsförderer, wenn er nicht weiß, woher die Beschäftigten kommen? Wie richtet er zielgerichtet Vermarktungsaktivitäten aus? Wie funktioniert Stadtmarketing, wenn man im Rathaus nicht mal so richtig weiß, woher denn die meisten täglich feststehenden Einpendler kommen? Wie wird Verkehrsplanung gemacht, wenn ich nicht weiß, wohin die meisten fahren und woher sie kommen?
Die Kenntnis über das Ein- und Auspendler-Verhalten ist ein Pfand in der Tourismusentwicklung. Einpendler sind „Gäste“, die schon mal da sind. Touristiker sollten ihnen sagen, was es im Kreis außer ihrem Arbeitsplatz noch alles gibt. Sonst drehen sie nach Schichtschluss wirklich nur noch auf dem Absatz um.