Das hat es so in Hirschfeld noch nicht gegeben. Am 8. August startet nach Kenntnis der parteilosen Bürgermeisterin Ivonne Haase die erste große, freiwillige, anonyme Bürgerbefragung in der Geschichte des Schradenlanddorfes.
Die besten Gedanken werden dann in die Dorfentwicklungsplanung einfließen. Dieses noch von der Gemeindevertretung zu diskutierende und zu beschließende Strategiepapier soll die wesentlichen Entwicklungsrichtungen des rund 1200 Einwohner zählenden Ortes aufzeigen. Die Mitsprache der Bürger sei ein fester Bestandteil. „Wir wollen nicht über deren Köpfe hinweg entscheiden, sondern wissen, was gut ist und was wir verändern sollen“, fasst die Bürgermeisterin zusammen.

Was ist gut in Hirschfeld und was nicht?

In dem zweiseitigen Fragebogen wird neben Alter, Wohndauer und allgemeiner Zufriedenheit auch nach den Stärken und Schwächen in der Gemeinde gefragt. Dies betrifft den Zustand von Wegen und Straßen, das Nahverkehrsangebot, die allgemeine Infrastruktur, Kinderbetreuung, Bildungsangebote, Vereinsleben, Kultur, Veranstaltungen, Seniorenbetreuung und Handel. Hierbei kann von sehr gut bis sehr schlecht bewertet werden.
In dem Fragebogen wird auch ausreichend Platz eingeräumt, um eigene Wünsche zu äußern und Defizite zu benennen. Ivonne Haase weiß aus den gut besuchten Sprechstunden, dass sich die Hirschfelder für ihren Heimat- oder auch neuen Wohnort interessieren.
Die Bögen liegen dem nächsten Amtsblatt bei sowie in Praxen und Geschäften aus und sollten ausgefüllt bis zum 31. August in den Briefkasten an der Heimatstube, Hauptstraße 26, gesteckt werden. Eine Onlineversion der Befragung gebe es nicht. Zugesagt wird eine öffentliche Auswertung.