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| 02:41 Uhr

Mehr Zuschuss für mehr "Freiraum"

Elsterwerda. Der Verein "Freiraum" aus Elsterwerda hat künftig mehr Möglichkeiten, sich ehrenamtlich für einen kulturellen Austausch zwischen Bürgern und Flüchtlingen einzusetzen. Grund dafür ist eine erweiterte finanzielle Unterstützung von Flüchtlings- und Willkommensinitiativen durch das Land Brandenburg. A. Hummel

"Wir wollen künftig regelmäßige interkulturelle Veranstaltungen durchführen", sagt Freiraum-Vereinsvorsitzende Kerstin Schenkel. So steht das nächste Projekt bereits fest: Im September möchte sich der Verein an der deutschlandweiten "interkulturellen Woche" beteiligen. "Jeder kann sich wieder einbringen. Alle Ideen rund um Kunst und Kultur sind gefragt. Unsere Projekte sind für alle da", so Schenkel. Seit vergangenem Jahr setzen sich die zehn aktiven Mitglieder intensiv für ein gemeinsames interkulturelles Miteinander ein, um Hemmschwellen abzubauen. Mit der "Woche der Vielfalt und des Miteinanders", die Ende Juni stattfand, ist das schon gelungen. "Wir haben ein sehr positives Feedback von den Leuten erhalten. Ich hoffe, dass beim nächsten Mal noch mehr mitmachen."

Hintergrund der Vereinspläne ist ein Treffen zwischen ehrenamtlichen Unterstützern und Sozialministerin Diana Golze (Linke) in Potsdam, zu dem auch Kerstin Schenkel anreiste. "Es war beeindruckend zu sehen, dass sich so viele Menschen für ein friedliches Miteinander einsetzen und vom Land mehr Unterstützung fordern", so Kerstin Schenkel. Vertreter von rund 80 Initiativen waren vor Ort. Mit Fortbildungsreihen und finanzieller Hilfe für Projekte will das Bundesland die Arbeit von Flüchtlingsinitiativen fördern. "Möchte eine Initiative beispielsweise beim Deutschlernen helfen, werden Sachmittel wie Bücher finanziert", erklärt Kerstin Schenkel. "Außerdem werden für ehrenamtliche Mitarbeiter kostenlose Workshops angeboten, um den Ablauf eines Asylverfahrens kennenzulernen." Das sei wichtig, weil die Initiativen schließlich das Bindeglied zwischen Familien und rechtlichen Stellen seien.