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Mehr ist möglich miteinander

Zum Leserbrief von Günter Heller "Strukturreform nicht verschlafen – Schraden als Amtsgemeinde" (RUNDSCHAU vom 13./14.Mai) schreibt Michaela Jahn (SPD, Bewerberin um den Bürgermeister-Stuhl in Elsterwerda):

Mehr ist möglich miteinander, das gilt meiner Meinung nach in allen Bereichen, privat genauso wie kommunal. Mit Hinblick auf Entwicklungen, die nach der Landtagswahl 2019 im kommunalen Bereich zu erwarten sind, nimmt die Kurstadtregion (Bad Liebenwerda, Mühlberg, Falkenberg und Uebigau-Wahrenbrück) mit ihrem Kooperationsbestreben eine Vorreiterrolle ein.

Ich stimme mit Günter Heller (ehemaliges Vorstandsmitglied im Verein Wirtschaftsraum Schraden) überein. Die Ämter Plessa und Schradenland, die Gemeinde Röderland sowie die Stadt Elsterwerda sollten über Kooperationsmodelle nachdenken. Dadurch würden perspektivisch nicht nur Kosten gesenkt, sondern auch Mittel zur Unterstützung der Zusammenarbeit abrufbar.

Besonders wichtig sehe ich dabei die finanzielle Autonomie der Teilhaber. Jede Gemeinde muss die Entscheidungshoheit über Investitionen in ihrem Gebiet behalten. Die Zusammenarbeit in Bereichen der Verwaltung (z.B. Bauhof, Daseinsvorsorge, Bauamt, Standesamt u.a.) sollte die Verwaltungen und ihre Mitarbeiter entlasten, deren Kompetenzen weiter steigern und die Zukunftsfähigkeit der Region sichern.

Eine enge Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden stellt für mich eine Selbstverständlichkeit dar. Ich habe deshalb in Verbindung mit Vertretern meines Wahlkampfteams frühzeitig Kontakt zu den Hauptverwaltungsbeamten der Ämter Plessa, Schradenland und der Gemeinde Röderland gesucht, um eine zukünftige Zusammenarbeit mit der Stadt Elsterwerda auszuloten.