"Zum offiziellen Anmeldeschluss lagen uns etwas mehr als 450 Nennungen vor - vom Fahrrad bis zum Lkw", ist von Mitorganisator Siegfried Bossack zu erfahren. Natürlich würden Trabant, Wartburg und B 1000 dabei breiten Raum einnehmen. Langweilig wird es aber nicht: "Wir können davon jeweils zahlreiche verschiedene Bauarten und Varianten zeigen, sogar weitgehend im Original oder in einem restaurierten Zustand, der nahe ans Original kommt", betont Bossack. Es werde keinen Trabi mit Glitzerlackierung oder voll verchromte ETZ geben - "Schickimicki" wolle man nicht haben.

Oldtimer würden umso exotischer, je länger es her ist, dass sie vom Band gerollt sind. Aus diesem Blickwinkel sind das die EMW und BMW, die in Schmannewitz zu sehen sein werden. Freunde der Landtechnik dürfen sich auf ein Wiedersehen mit der Brockenhexe freuen.

Neben den Produkten des DDR-Fahrzeugbaus werden zu "Damals die Renner" Importfahrzeuge aus Ost und West zu sehen sein. Die einst raren und umso begehrteren Moskwitsch, Saporoshez und Dacia seien beinahe schneller von den hiesigen Straßen verschwunden als Pkw aus Zwickau und Eisenach. Im staatlich anerkannten Erholungsort sei ein Wiedersehen mit ihnen allen möglich. Das gelte ebenso für die Awo und den Berliner Roller.

Die Fahrzeuganmeldungen lassen nach Auskunft der Organisatoren nur wenige Wünsche offen. Einen Sachsenring suche man zum Beispiel noch. Ausdrücklich ermutigen möchte man alle, die noch Eigenbauten und Provisorien auf dem Dachboden oder gar in Benutzung haben. Sie sollen auf dem Festplatz oder im Zelt ausgestellt werden. Es müssen keine Fahrzeuge sein - auch selbst entwickelte Kaffeemaschinen oder Westantennen sind den Organisatoren willkommen. Die Tüftler werden dabei genauso als Aussteller anerkannt wie jene, die mit alten Fahrzeugen anreisen.