ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:16 Uhr

Medizinisches Gutachten zu kurdischer Familie liegt vor

Herzberg/Hohenleipisch.. Für eine im Elbe-Elster-Kreis von Abschiebung bedrohte Familie türkischer Kurden liegt jetzt ein medizinisches Gutachten vor. Auf dessen Basis erarbeite der Amtsarzt des Elbe-Elster-Kreises eine Entscheidungshilfe für die Kreisverwaltung, sagte Ordnungsdezernent Dr.

Erhard Haase in Herzberg gestern gegenüber dpa. Die Verwaltung des Landkreises hatte eine Berliner Ärztin beauftragt, ein gesundheitliches Gutachten über die fünfköpfige Familie zu erstellen, deren Asylantrag bereits 1998 abgelehnt worden war.
Die Familie wurde auf die psychischen Folgen einer möglichen Abschiebung untersucht. Die 24-jährige Frau leidet unter Depressionen. Die Kurden sollten im Februar 2003 abgeschoben werden, flüchteten sich jedoch ins Kirchenasyl nach Tröbitz. Eine Gerichtsvollzieherin holte die Familie Mitte April unter Polizeischutz aus dem Kirchenasyl. Bei dem Vorfall wurden die Kinder zeitweise von ihren Eltern getrennt, was landesweit für Aufsehen sorgte.
Die Familie wird seitdem von den Behörden geduldet. Landrat Klaus Richter (SPD) war mit dem Duldungsbeschluss einer Forderung der Evangelischen Kirche nachgekommen. Inzwischen lebt die kurdische Familie wieder gemeinsam bis zu einer Entscheidung im Asylbewerberheim Hohenleipisch. (dpa/fc)