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| 01:03 Uhr

Marion Scheier bleibt Vorsitzende

Marion Scheier.
Marion Scheier. FOTO: R. Ufer
Cottbus.. Marion Scheier ist in Cottbus als Vorsitzende des DGB-Regionsvorstandes Südbrandenburg-Lausitz wiedergewählt worden. Für sie stimmten am vergangenen Wochenende 40 der 52 Delegierten. In den Vorstand wurden auch Regina Grüneberg, Jürgen Arnold und Johannes Borscht gewählt. Ronald Ufer


Die Delegierten forderten in der Aussprache zum Geschäftsbericht und mehreren Anträgen, dass die DGB-Region stärker für die Lösung der sozialen Probleme in der Region eintritt und dabei die Interessen von Arbeitenden und Arbeitssuchenden wahrnimmt.
„Die Delegiertenkonferenz hat dem Regionsvorstand ein großes Arbeitspaket mitgegeben“ , sagte Marion Scheier. „Wir werden mehr Antworten geben auf die sozialen und politischen Fragen, welche die Bürger der Region bewegen. Die Bemühungen um soziale Gerechtigkeit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bedeutet für den Regionsvorstand auch, sich verstärkt um Arbeitslose zu bemühen.“
Die Forderungen nach mehr sozialer Gerechtigkeit wurden auch in den Anträgen an den nächsten Gewerkschaftstag spürbar. Gefordert wurde ein Mindestlohn von 1472,75 Euro bei Vollzeitbeschäftigung. Der entstandene Niedriglohnsektor in Deutschland habe nicht zur Ankurbelung der Wirtschaft geführt. Statt diesen Weg weiter zu verfolgen müsse die Binnenachfrage belebt werden, damit Problemregionen wie Südbrandenburg durch eine steigende Kaufkraft wieder für Investoren attraktiv würden, begründeten die Gewerkschafter den mit großer Mehrheit angenommenen Antrag. Zudem soll mit den Mindestlöhnen der Tendenz entgegengewirkt werden, dass nicht mehr alle Bereiche durch Tarifverträge abgedeckt werden. Abgelehnt wurden weitere Nullrunden und Kürzungen bei den Renten. Arbeitszeitverkürzungen sollen eine gerechtere Verteilung der Arbeit und mehr Möglichkeiten für die Arbeitn ehmer bringen, sich zu regenerieren und sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen.
Der Regionsvorstand werden die Arbeit der Betriebsräte stärker unterstützen, kündigte die Vorsitzende in der Diskussion an. Die Zusammenarbeit mit Wirtschaftspartnern wie den Kammern und der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc wird ausgebaut.
Die Gewerkschaftsregion erhält einen Jugendsekretär, um die Arbeit mit den Auszubildenden und jungen Mitgliedern zu verstärken. Seniorenvertreter in allen Vorständen und Gliederungen sollen dafür sorgen, dass die Anliegen der älteren Generation, deren Anteil an den fast 68 000 DGB-Mitglieder in Südbrandenburg steigt, berücksichtigt werden.