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| 15:36 Uhr

Neue Ausstellung in Elsterwerda
Beeindruckende Landschaften auf Papier

Bernd Winkler rätselt: Welches Aquarell soll in der Ausstellung in Elsterwerda neben welchem Landschaftsmotiv gehängt werden?
Bernd Winkler rätselt: Welches Aquarell soll in der Ausstellung in Elsterwerda neben welchem Landschaftsmotiv gehängt werden? FOTO: Manfred Feller / LR
Elsterwerda. Der Senftenberger Maler und Grafiker Bernd Winkler stellt zum dritten Mal in Elsterwerda aus.

Von mächtigen Maschinen aufgewühltes Gelände und urwaldähnliches, hoch gewachsenes, wildes Grün zeigt das Aquarell. Der Künstler hat auch ein romantisch zu Füßen liegendes Wasser erzeugt. Das alles und noch viel mehr zeigen die „Landschaften auf Papier“, die der Senftenberger Maler und Grafiker Bernd Winkler (67)  ab sofort in der Kleinen Galerie „Hans Nadler“ in Elsterwerda ausstellt. Er präsentiert 24 Aquarelle aus seinem Schaffen der vergangenen Jahre. 

Bernd Winkler ist in Elsterwerda kein Unbekannter. Er zeigt seine Arbeiten zum dritten Mal, einst zusammen mit Bernd Gork, ebenfalls aus Senftenberg. Dort gehören beide der vor allem in regionalen Künstlerkreisen bekannten und 1988 gegründeten Malergruppe „Der Hof“ an. Diese gibt es nach einer mehrjährigen Pause mit zwei Werkstätten seit 2011 wieder.

Zu sehen sind in Elsterwerda auf den teilweise sehr farbfreudigen Aquarellen vornehmlich die unterschiedlichsten Landschaften aus dem Großraum Senftenberg mit ehemaligen Tagebauen, daraus entstandenen Seen und die wechselvolle Natur drumherum.

In Elbe-Elster habe er noch nicht gemalt, verrät der in Sachsen geborene, gelernte Elektromaschinenbauer mit Abitur. Aber Verbindungen gibt es dorthin. Natürlich kennt er einige der Künstlerkolleginnen und -kollegen – von der Schmuckdesignerin Antje Bräuer aus Hohenleipisch bis hin zum Stadtplaner und Künstler Ararat Haydeyan aus Saathain. Auch familiär lässt sich der Farbstrich von Senftenberg in den Nachbarlandkreis ziehen. Seine Schwester Simone Dommitzsch wohnt in Prösen. Auch dieses Mal lässt sie es sich nicht nehmen, den Aufbau der Ausstellung zu erleben. Mitgebracht hat sie ihren Enkelsohn Cornel (5). Auch er male sehr gern.

Auf den gezeigten Aquarellen von Bernd Winkler fehlen laublose Bäume und der Winter. „Draußen in der Kälte male ich nicht gern“, schmunzelt er mit Blick auf einige hart gesottene Künstler, die für ein gutes Motiv so gut wie jedes Wetter in Kauf nehmen. Auch die Staffelei nimmt der Senftenberger nicht mit zum Malen. „Mir reichen ein Hocker und das Blatt auf dem Boden“, sagt er. Am liebsten male er ohnehin im Stehen. Dann geht er auch schon mal in die Knie, um den für ihn passenden Ausschnitt der Natur vor ihm zu suchen.

Wenn er sich auf seine Arbeit konzentriert, dann möchte er auch nicht gestört werden. Deshalb sucht er sich Plätze, an denen Menschen eher nicht vorbeikommen. „Ich mag es auch nicht, wenn mir jemand zuguckt oder ein Gespräch anfängt“, zeigt er sich absolut zurückhaltend.

Diese Eigenschaft sei vielleicht auch ein Grund dafür, dass er schon lange Zeit keine Porträts gemalt hat, auch Akte nicht mehr. Modell standen zumeist Menschen aus seinem Bekanntenkreis. „Es mangelt an Vorlagen. Ich spreche nicht gern Leute an“, gibt er zu. Diese vermisst der Betrachter seiner Aquarell-Landschaften – oder auch nicht.

Die Ausstellung „Landschaften auf Papier“ in der Kleinen Galerie in Elsterwerda kann bis zum 8. April besucht werden. Geöffnet ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, sonntags und feiertags von 14 bis 17 Uhr. Sonnabends ist geschlossen. Das Galeriegespräch mit Bernd Winkler findet am 2. März statt. Beginn: 19 Uhr.