ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:41 Uhr

Luther-Pass als Kompass zur Spurensuche in drei Ländern

Diesen Stempel mit den jeweiligen Ortsbezeichnungen gibt es an allen Luther-Stationen.
Diesen Stempel mit den jeweiligen Ortsbezeichnungen gibt es an allen Luther-Stationen. FOTO: Pressestelle Landkreis/Sven Gückel
Herzberg/Mühlberg. Er ist ein Produkt erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen Kulturämtern, Tourismusverbänden und Museen aus drei Ländern: der jetzt aufgelegte Luther-Pass. Die RUNDSCHAU erklärt, welche Vorzüge er bieten soll. Frank Claus

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) war der erste Gast, der in Herzberg und Mühlberg/Elbe Stempel in seinen Luther-Pass bekam. Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) erläuterte dazu: "Wir haben den Luther-Pass aufgelegt, um den Gästen, die in Berlin, Dresden, Torgau oder Wittenberg ankommen, einen Weg in ihr ganz persönliches Lutherjahr zu zeigen." In einer Pressemittelung des Landkreise werden die Vorzüge des Passes erläutert: Der Pass verbindet demnach die Stätten der Reformation im Landkreis Elbe-Elster mit der Tetzelstadt Jüterbog, mit Torgau, dem Sterbeort von Luthers Gemahlin Katharina von Bora, und dem Ort des Thesenanschlags, Lutherstadt Wittenberg.

Der Pass ist touristisches Instrument und ein Reisepass im Wortsinne, mit dem sich die Gäste auf eine Spurensuche durch drei Länder begeben können. Der Luther-Pass hilft, aus der Fülle der Reformations-Angebote in acht Städten den eigenen Weg zu Luther zu finden. In Bad Liebenwerda erfahren die Gäste beispielsweise, wo Luther von den Thesen abschwören sollte und sich mit einem Abgesandten des Papstes traf.

Die Gäste können die Stätte der Reformationsschlacht bei Mühlberg/Elbe besuchen und sich das zu einem Pass gehörende Foto machen lassen. Sie können sich im Schloss Doberlug darüber informieren, was die plötzlich arbeitslos gewordenen katholischen Mönche unternahmen. "Wir haben seit jeher eine enge Verbindung zu Wittenberg, und Luther war nachweislich oft in der Region. In Herzberg beispielsweise hat der Reformator gemeinsam mit Melanchthon die Grundlagen der modernen Schule gelegt", so Projektleiterin Janine Kauk, Marketingbeauftragte des Landkreises Elbe-Elster. Sie ist sich sicher, dass der Pass auch reizvoll ist, um seiner Sammelleidenschaft zu frönen.

Sie sagt: "Der Luther-Pass ist ein eindrucksvoller und leicht handhabbarer Wegweiser, der die riesigen gesellschaftlichen Umwälzungen der Reformationszeit in Geschichten und authentischen Orten erlebbar macht." Der Reisende könne sich auf den Spuren der Menschen, die damit umgehen mussten, bewegen und in deren Alltag eintauchen. "So ist der Luther-Pass ein Produkt für Menschen, die sich auf individuellem Wege Luther nähern und unseren Landkreis aus Luthers Blickwinkel kennen lernen möchten", erklärt Janine Kauk. So sei ein über das Lutherjahr 2017 deutlich hinausgehendes, über drei Länder reichendes Produkt für Touristen entstanden, das in der sonst weniger touristisch geprägten Region Elbe-Elster ein Leuchtturm des brandenburgischen Tourismus im Reformationsjahr 2017 darstellen soll.

Und so funktioniert es: In jeder der acht beteiligten Städte erhalten die Gäste einen besonderen Stempel in ihren Pass. Die Pässe werden in den Touristinformationen, auf Messen und in Berlin, Potsdam und Dresden ausgegeben, zuerst beim bundesweit zentralen Tag der deutschen Einheit in Dresden.

Im Dokument finden die Pass-Besitzer eine kurze Beschreibung der acht Standorte, die direkt oder indirekt die Geschichte der Reformation auf individuelle Weise erzählen. An jedem Ort bekommen die Reisenden ihren Stempel auf ihrem persönlichen Weg zu ihrem Luther. Platz für Notizen und Hinweise zu weiteren Informationspunkten und ein Gewinnspiel runden das besondere Produkt ab.

Der Luther-Pass verbindet in Brandenburg: Bad Liebenwerda, Doberlug-Kirchhain, Finsterwalde, Herzberg, Jüterbog und Mühlberg/Elbe; in Sachsen: Torgau und in Sachsen-Anhalt: Wittenberg.