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| 01:23 Uhr

Lubwartturm wartet noch auf Besucheransturm

Bad Liebenwerda. Die Diskussion um die Sanierung des Lubwartturms schwelt weiter. Trotzdem haben die seit Juni 2008 bekannten drei Varianten bislang nicht zu steigenden Besucherzahlen des Wahrzeichens von Bad Liebenwerda geführt. Von Felix Gaber

„Es waren etwa gleich viele wie 2007“, berichtet Bettina Beyer. Da seien es etwa 2400 Besucher gewesen, so die Assistentin des Kreismuseums, die regelmäßig drei thematische Führungen durch den Lubwartturm im Frühjahr und im Herbst anbietet.

Mehr Bad Liebenwerdaer beobachtete sie dabei unter den Besuchern trotz der aktuellen Debatte nicht. „Teilweise äußern die Leute aber schon ihre Meinung, welches Modell sie bevorzugen würden“, so Bettina Beyer. Ein klares Meinungsbild zeichne sich dabei jedoch nicht ab.

Mehr regelmäßige Führungen, die auch Kräuterkunde und alte Sagen beinhalten, soll es auch in Zukunft nicht geben. Auf Wunsch seien sie bei einer Gruppe von 20 Personen aber möglich, so die Museumsassistentin. „Außerdem kann sich jeder Interessierte zu den Museumsöffnungszeiten den Turmschlüssel holen. Nur wenn Schnee liegt, ist er geschlossen.“

Ab März wird es im Kreismuseum eine Ausstellung zur Geschichte des Lubwartturms, angefangen im 13. Jahrhundert, geben. „Sie soll den Werdegang der Meinungsfindung beleuchten und somit zur aktuellen Diskussion beitragen“, sagt Ralf Uschner, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Kreismuseums. Die Ausstellung behandelt neben dem Schlossbrand von 1733, der den Lubwartturm in seiner heutigen Form übrig ließ, auch das Jahr 1928/29, als das kurstädtische Wahrzeichen wieder begehbar gemacht wurde.