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| 18:46 Uhr

Lesefrühling in Elbe-Elster
LiteraTour – ein wilder Erlebnisgarten

Zum Abschluss kommt Dirk Zöllner am 25. März zum Gut Saathain.
Zum Abschluss kommt Dirk Zöllner am 25. März zum Gut Saathain. FOTO: Johanna Bergmann
Elbe-Elster. Die diesjährige 22. Auflage kommt mit weniger Stars und fast ausufernder Vielfalt daher. Von Frank Claus

Von Frank Claus
und Heike Lehmann

Am Sonnabend, 17. März, startet sie mit einem Krimidinner im Schloss Uebigau  die diesjahrige Literatour im Landkreis Elbe-Elster. Zum 22. Mal. Die Veranstaltungsreihe bietet Literaturinteressierten zahlreiche Erlebnisse rund um das Thema Buch. Neben vielen öffentlichen Veranstaltungen finden auch wieder interne Lesungen für Schulen und Kitas statt.

In den zurück liegenden 21 Jahren wurde in mehr als 700 Veranstaltungen gelesen, gesprochen, gespielt und musiziert, wobei Kinder und Erwachsene gleichermaßen angesprochen wurden. Das Angebot reichte von der klassischen Buchlesung über Fachseminare bis hin musikalisch-literarischen Veranstaltungen. Knapp 41 000 Besucher sind die stolze Resonanz.

Öffentliche und interne Veranstaltungen wurden und werden insbesondere vom Kulturamt Elbe-Elster und den Bibliotheken angeboten. Sie sollen die Lust am Lesen und die Auseinandersetzung mit der Literatur befördern. Auch 2018 sind wieder rund 40 Veranstaltungen an 30 Orten geplant, davon 23 öffentlich. Das sind die Stadtbibliotheken in Bad Liebenwerda, Doberlug-Kirchhain, Falkenberg, Finsterwalde, Herzberg, Uebigau, Elsterwerda, aber auch die Gemeindebibliothek Hohenleipisch, die Kreisfahrbibliothek und das Kreismedienzentrum, die Galerie Saxdorf, das Gut Saathain, das Regionale Grundbildungszentrum Elsterwerda, der Museumsverbund Elbe-Elster mit dem Sänger- und Kaufmannsmuseum Finsterwalde, dem Museum Mühlberg 1547 und dem Mitteldeutschen Marionettentheatermuseum Bad Liebenwerda, das Kloster Marienstern Mühlberg und der Heimatverein Sallgast.

Doch täuscht der Eindruck – ist die Zahl der Stars geringer und dafür die Angebotspalette wilder oder eher vielfältiger geworden? Fehlt gar das Geld?

Elbe-Elsters Kulturamtsleiter Andreas Pöschl verneint letztere Frage kategorisch. „Im Gegenteil, wir geben sogar mehr aus. Davon profitieren auch die Orte, die zu Veranstaltungen einladen.“ Und dennoch: Ein wenig zu wild ist auch ihm die diesjährige Auflage. „Es fehlt der rote Faden. Den wollen wir wieder besser finden. Schon im nächsten, im Fontane-Jahr.“

Dass reine Lesungen ebenso integriert sind wie Lesungen mit Musik oder gar Puppenspiele, findet er sehr angenehm. Fehlende Stars a`la Buchmesse in Leipzig?  Die könne man sich begrenzt leisten, wolle mit besonderen Autoren und Akteuren aber immer wieder aufwarten.  Schauspieler Michael Trischan ist am Sonntag bei der Eröffnungsveranstaltung so einer. Er ist einem breiten Publikum bekannt als Pfleger und jetzt als Arzt Hans Peter Brenner aus „In aller Freundschaft“. Für sein humoristisches Programm „Schwampf“ 
in der Galerie Saxdorf hätte das Kulturamt dreimal so viele Karten verkaufen können, so groß war die Nachfrage.