Von 250 000 Euro, die das Wirtschaftsministerium insgesamt für die Südbrandenburg dafür locker machen will, soll Herzberg, so Oecknigk, allein 100 000 Euro bekommen. Allerdings muss diese Summe mit 20 Prozent Eigenmitteln aus der Stadtkasse gegenfinanziert werden. „Dass wir das Geld vorhalten, muss klar sein, sonst bekommen wir gar nichts“ , machte das Stadtoberhaupt deutlich. Obwohl es zuvor bei anderen Diskussionen zum Nachtragshaushalt zu einigen Wortgefechten zwischen Verwaltung und Abgeordneten gekommen war, gab es zu diesem Punkt keine Ablehnung.
Das Projekt soll mit dem „Regionalmanagement der Region Lausitz-Spreewald“ mit Sitz in Cottbus unter Federführung von Dr. Christina Eisenberg angeschoben werden. Der Abgeordnete Ralf-Peter Dressel (PDS) wollte jedoch sicher sein, dass die Stadtverwaltung von Anfang an voll integriert ist, damit man zu jeder Zeit wisse, was vor sich geht, brachte er vor. Dem stimmte der Bürgermeister zu.
Mit diesem Projekt hat sich, so Oecknigk, die „letzte mögliche große Chance ergeben, das Herzberg Investoren anlocken kann.“
Dass es diese Chance überhaupt gibt, wunderte manchen Abgeordneten. Viele Gespräche der Stadt mit dem Wirtschaftsministerium und mit Ministerpräsident Matthias Platzeck seien voran gegangen. Der Weggang von Grohe habe ein übles Zeichen gesetzt, und Minister Ulrich Junghanns selbst sei der Meinung, dass man in Herzberg mehr als das Normale tun müsse, um auf den Standort aufmerksam zu machen, kommentierte das Stadtoberhaupt. Nur so lasse sich erklären, dass Herzberg diese Summe erhält.
Fest steht: Im Cottbuser Büro von Dr. Christina Eisenberg werden alle notwendigen Vorbereitungen für das Management getroffen. Das bestätigte sie gestern am Telefon und sagte: „Wir freuen uns, dass wir die Projektabwicklung betreuen können.“ Details seien zum Jahresende zu erwarten.