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Laufen trotz Querschnittslähmung

Die Gäste bei der ersten Abendklinik in Elsterwerda (v.l.): Orthopäde Dr. med. Ralf Hönisch, Chefarzt Frank Hoffmann, Schirmherrin und Landtagsabgeordnete Anja Heinrich, Margitta Hoffmann, Janine Hachmann, Stefan Krautz, Bernd Oertel und Patrick Voigt.
Die Gäste bei der ersten Abendklinik in Elsterwerda (v.l.): Orthopäde Dr. med. Ralf Hönisch, Chefarzt Frank Hoffmann, Schirmherrin und Landtagsabgeordnete Anja Heinrich, Margitta Hoffmann, Janine Hachmann, Stefan Krautz, Bernd Oertel und Patrick Voigt. FOTO: EEK/Dunja Petermann
Elbe-Elster. Arthrose im Knie und neueste Orthopädietechnik, die das Laufen trotz Querschnittslähmung ermöglicht, standen im Mittelpunkt der ersten Abendklinik, die das Elbe-Elster-Klinikum kürzlich durchführte. pm/swr

Nach der Begrüßung durch die Schirmherrin Anja Heinrich schilderte der Orthopäde Dr. med. Ralf Hönisch vor rund 40 Interessierten Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Arthrose. "Da Arthrose nicht heilbar ist, ist das sogenannte Self-Management entscheidend für das Wohlbefinden", so Hönisch. Unter Self-Management versteht man die Anpassung der Lebensgewohnheiten an die Erkrankung. Dazu zählen die Aufklärung über die Erkrankung, Training der Muskeln, Gewichtsreduzierung sowie das Vermeiden von Überlastung und Fehlbelastung.

Ferner wurden operative Behandlungsmöglichkeiten und künstliche Kniegelenke vorgestellt. Das Krankenhaus Elsterwerda um Chefarzt Frank Hoffmann ist diesbezüglich eine renommierte Adresse in Südbrandenburg. Hier werden im Jahr rund 220 Knie-Endoprothesen eingesetzt. Für sprachlose Momente sorgten Margitta Hoffmann und Bernd Oertel. Sie zeigten eindrucksvoll, was hochmoderne Technik leisten kann. Mit Hilfe eines am Körper tragbaren roboterhaften Exoskelettes kann die seit 2011 querschnittsgelähmte und auf den Rollstuhl angewiesene Dame wieder erste eigene Schritte durchs Leben gehen. Unterstützt wird sie durch die Medizintechnik und Sanitätshaus Harald Kröger GmbH, die seit 2014 das einzige ReWalk Trainingszentrum in Brandenburg ist. "Einziger Wermutstropfen bei dieser intelligenten Technik ist, dass die Krankenkassen sie noch nicht als Hilfsmittel akzeptieren und die Kosten nicht übernehmen." Margitta Hoffmann und Bernd Oertel verleiht die Technik trotzdem ein neues Lebensgefühl.