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Elbe-Elster
Laufen in Elbe-Elster ist mehr als nur Laufen

Solch ein Gewimmel wie hier beim Finsterwalder Herbstlauf 2017 soll auch in der neuen Laufserie 2018 oft zu sehen sein.
Solch ein Gewimmel wie hier beim Finsterwalder Herbstlauf 2017 soll auch in der neuen Laufserie 2018 oft zu sehen sein. FOTO: Jürgen Weser
Elbe-Elster. Etwa 80 Volkssportläufer aus dem Elbe-Elster-Kreis haben sich am Freitag im Sportlerheim des VfB Hohenleipisch zur Jahresauswertung der Sparkassenlaufserie 2017 getroffen. Heiß erwartet wurde von ihnen aber auch die Vorstellung des neuen Laufkalenders. Von Jürgen Weser

Ehrungen der Besten, ein Vortrag zu Sport und Gesundheit, eine kulturelle Überraschung und das Jahresprogramm 2018 standen auf dem Programm. Beim leckeren Büfett tauschten die Sportler Erlebnisse aus und schmiedeten Laufpläne für das neue Jahr.

„So viele unserer Laufsportler hatten wir noch nie bei der Jahresauswertung“, freute sich Mark Ockert von Neptun 08 Finsterwalde, der die Fäden für die Laufserie der Elbe-Elster-Sparkasse zieht. Mit Statistiker Paul Kleinfeld vom LWV 05 Bad Liebenwerda zog er eine positive Bilanz 2017. Neben weiteren Veranstaltungen gab es 13 Ranglistenläufe in Elbe-Elster, so viele wie kaum in Brandenburg. Knapp 1300 Läufer aus dem Elbe-Elster-Land wurden dabei gezählt. Der Elsterlauf, das Finsterwalder Dutzend und der Werner-Seelenbinder-Lauf Gröden ragten mit Teilnehmerzahlen und auf der Beliebtheitsskala heraus. Gern angenommen werden auch der Doberluger Forstlauf, der Naturparklauf Friedersdorf, der Herbstlauf und der Nikolauslauf.

Besonders schön an der Finsterwalder Laufserie ist, dass alle Altersklassen wichtig genommen werden. So konnten sich bei der Ehrung 2017 die Schwestern Miriam und Vivian Mittag als Sieger der Altersklassen unter 11 und von 12 bis 15 ebenso freuen wie Günter Schmidt aus Bad Liebenwerda, der als ältester Läufer mit über 80 Jahren so manch Jüngerem die Hacken zeigt.

Männer-Gesamtbeste mit Sieger Martin Mittelstädt (4.von links).
Männer-Gesamtbeste mit Sieger Martin Mittelstädt (4.von links). FOTO: Jürgen Weser

Unermüdlich seit Jahrzehnten laufen und gewinnen Neptun-08-Läufer Rudi Lehmann (Altersklasse 75 bis 79) und ASC-Grün-Weiß-Jogger Bernd Bremer (Altersklasse 70 bis 74). „Laufen ist die perfekte Metapher für das Leben. Du bekommst immer genau das heraus, was Du hineinsteckst“, ist auf dem Flyer für 2018 zu lesen.

Das trifft für den Massener Martin Mittelstädt von Neptun 08, der in der Gesamtwertung männlich aller Altersklasse seit Jahren allen davon rennt wie auch 2017, ebenso zu wie für Edda Hacker von Blau-Weiß Tröbitz, die sich bei den Frauen auch durch die Teilnahme an allen 13 Läufen durchsetzte. Alle dreizehn Läufe schafften auch Mathias Brandt aus Finsterwalde, Nico Birnbaum von Wacker Reichenhain und Miriam Mittag.

Frauen-Gesamtbeste mit Siegerin Edda Hacker (Mitte).
Frauen-Gesamtbeste mit Siegerin Edda Hacker (Mitte). FOTO: Jürgen Weser

Dass Politik auch Sport kann, beweist eindrucksvoll Plessas Amtsdirektor Göran Schrey, der die Athleten als Mitgastgeber im heimischen Hohenleipischer Sportlerheim begrüßte und Altersklassensieger in der AK 40/44 wurde. „Hohenleipisch ist ein gutes Laufpflaster, von hier stammt Stephan Freigang, der 1992 Marathon-Olympia-Bronze gewann“, erinnerte Schrey.

Für eine Überraschung sorgte der Elbe-Elster-Ranglistenlauferfinder Christian Homagk, der viele Jahre das Laufzepter im Landkreis schwang. Daniel Müller aus Sonnewalde, der zu den besten Läufern in der Altersklasse 16-19 gehört und in diesem Jahr am Sängerstadt-Gymnasium das Abitur ablegt, hatte er zu einer kleinen musikalischen Reise auf dem Akkordeon überredet. Daniel Müller kann nämlich nicht nur schnell laufen, er war schon mehrfach bei „Jugend musiziert“ erfolgreich. Sport und gesundes Leben gehören zusammen, weiß Roland Baatz von Grün-Weiß Finsterwalde. Deshalb hatte er Tobias Faust, Fitness- und Gesundheitscoach aus Jüterbog, zu einem Vortrag mitgebracht.

In toller Form ist der über 80-jährige Günter Schmidt aus Bad Liebenwerda.
In toller Form ist der über 80-jährige Günter Schmidt aus Bad Liebenwerda. FOTO: Jürgen Weser

Neugierig nahmen alle Teilnehmer des Abends den neuen Laufkalender in Besitz, der insgesamt 35 Laufveranstaltungen, darunter 13 Ranglistenläufe und weitere Highlights wie den F 60-Brückenlauf verspricht. Außerdem sind alle Sieger 2017 und die Gesamtbesten aller Altersklassen aufgelistet.

Die Läuferschar ist bereit für den ersten Ranglistenlauf, der am 17. Februar mit dem Neptun-Winterlauf startet. „Frauen, traut euch!“, wünschen sich die Lauforganisatoren 2018 noch mehr weibliche Starter. Gesucht wird, so Mark Ockert, ein Ausrichter für die 2018er-Abschlussveranstaltung.