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| 19:18 Uhr

Landkreis: Bei Zuwiderhandlungen bis zu 50 000 Euro Geldstrafe
Wasserentnahme aus Gewässern verboten

 Mittels Pumpe Wasserentnahme aus Gewässern - das ist jetzt verboten!!!
Mittels Pumpe Wasserentnahme aus Gewässern - das ist jetzt verboten!!! FOTO: Richter-Zippack
Herzberg. Wer sich nicht dran hält, kann mit bis zu 50 000 Euro Geldstrafe rechnen.

Durch die anhaltende Trockenheit führen viele Gewässer im Landkreis Elbe-Elster derzeit nur noch wenig Wasser. Da die Wetterprognose weiterhin keinen nennenswerten Niederschlag erwarten lässt, untersagt der Landkreis Elbe-Elster als Untere Wasserbehörde mit sofortiger Wirkung Wasserentnahmen aus allen Oberflächengewässern des Landkreises mittels Pumpen.

Auch Inhaber von wasserrechtlichen Erlaubnissen zur Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern sind gehalten, sich an die auferlegten Bestimmungen zu halten. Diese beinhalten Einschränkungen für die Entnahme in Niedrigwassersituationen und sind an die Bedingung geknüpft, einen Mindestwasserabfluss im Gewässer sicherzustellen, teilt der Landkreis mit.

„Aufgrund der extremen Dürre im vergangenen Jahr und bisher ungenügender Niederschläge konnte keine Entspannung der Niedrigwassersituation in Grund- und Oberflächengewässern eintreten. Die im Landkreis Elbe-Elster seit April anhaltende Trockenheit hat in den Nebengewässern der Schwarzen Elster zu einer weitgehenden Stagnation der Abflüsse geführt. Das bedeutet, in weiten Abschnitten der Gewässer ist kein oder kaum Durchfluss vorhanden. Auch in den Standgewässern sind aufgrund fehlender Zuflüsse, hoher Verdunstungsraten und fallender Grundwasserpegel kritische Wasserstände erreicht. In Verbindung mit den hohen Temperaturen führt dies zur Gefahr von erheblichen Beeinträchtigungen des ökologischen Zustandes der Gewässer“, wird begründet.

 Danach sei sofort bis auf Widerruf eine ungeregelte Wasserentnahme mittels Pumpen aus oberirdischen Gewässern flächendeckend verboten. „Die Untere Wasserbehörde des Landkreises Elbe-Elster wird in den Sommermonaten verstärkt an den Gewässern des Landkreises unterwegs sein, um die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben zu überwachen“, kündigt der Dezernent für Recht, Umwelt und Landwirtschaft des Landkreises Elbe-Elster, Dirk Gebhard, an. Verstöße können mit bis zu 50 000 Euro Bußgeld geahndet werden.