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| 15:08 Uhr

Sportler auf Tour
Kurstädter Sportler wieder auf Geschichtstrip

Der SC Lubwart Bad Liebenwerda e.V. war auf Spurensuche in Amsterdam, dazu sind die Sportler auch auf Räder gestiegen.
Der SC Lubwart Bad Liebenwerda e.V. war auf Spurensuche in Amsterdam, dazu sind die Sportler auch auf Räder gestiegen. FOTO: Constantin Herzog
Bad Liebenwerda. Der Schwimmclub war auf Spurensuche in Amsterdam.

Wie schon in den vergangenen Jahren stand auch 2018 für eine Gruppe des SC Lubwart Bad Liebenwerda eine Reise mit geschichtlichem Bezug auf dem Plan. Diesmal ging es in die niederländische Hauptstadt. Eine Gruppe von zwölf Sportlern machte sich aus der Kurstadt auf den Weg nach Amsterdam, um dort vor allem auf den Spuren von Anne Frank die geschichtliche Bedeutung der Stadt während des Zweiten Weltkriegs zu erfahren.

Wie schon nach Frankreich, Tschechien und Polen war man in zwei Kleinbussen unterwegs. Der erste Zwischenstopp wurde in Kassel eingelegt, wo für die letzte Etappe bis in die Niederlande Kraft getankt wurden konnte. Nach dem Check-in im Hotel am Rand von Amsterdam  begann die erste Entdeckungstour durch die Großstadt. Vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Königspalast und dem Nationalmonument klang der Abend beim Essen entspannt aus.

Für den nächsten Tag sollte zuerst ein Besuch des Anne-Frank-Hauses, in welchem die Geschichte der Juden in der Niederlande und in Europa sehr gut aufgearbeitet wurde, einen Einstieg in das Thema liefern. Während eines ansprechend gestalteten Rundgangs konnte die Gruppe hautnah erleben, was das Leben der Anne Frank ausgemacht hat. Nach einer gemütlichen Mittagspause im Herzen der Stadt bot ein Besuch im jüdischen historischen Museum weitere Einblicke in die Geschichte der Juden im besuchten Land.

Der Samstag wurde mit einem Besuch des Widerstandsmuseums eingeleitet. Dort ist die Geschichte der Niederlande und deren Rolle im Zweiten Weltkrieg strukturiert dargestellt und mithilfe von Audioguides verständlich erklärt. Nach diesem interessanten Besuch ging es zu Fuß auf eine Entdeckungstour durch das jüdische Viertel. Geleitet von einer Expertin wurden viele Hintergrundinformationen vermittelt und durch den Besuch der Schouwburg, eines ehemaligen Theaters, welches für die Deportation der Juden genutzt wurde, wurde die Führung sehr gut abgerundet.

Der Rest des Tages wurde gefüllt mit einen Spaziergang durch die Stadt und über den Albert Cuyp Markt, einen Straßenmarkt mit sehr vielen Ständen mit unterschiedlichsten Produkten.

Schließlich stand am letzten Tag  noch ein Highlight an. Von den Jugendlichen war für diesen Tag eine Fahrradtour geplant. Typisch für diese Stadt wollten sie viele weitere Sehenswürdigkeiten sportlich  entdecken. Den Anfang bildeten das Künstlerviertel und die Neun Straßen, wo es immer wieder selbst ausgearbeitete kleine Vorträge zu verfolgen gab. Die Route führte die Kurstädter danach weiter zu einer historischen Brücke über eine der unzähligen Grachten, den kleinen Wasserstraßen durch die  Stadt, und weiter zum bekannten Blumenmarkt. Auch einige Museen waren bei der Tour zu entdecken. Darunter das imposante Rijksmuseum, ein Kunstmuseum, und das Van Gogh Museum. Zur Entspannung zwischen den Zielen wurde der Vondelpark, der zweitgrößte Park in Amsterdam, besucht und  zum Picknick genutzt. Die letzten Stationen waren das Nemo, ein Wissenschaftsmuseum, der botanische Garten und das Rotlichtviertel. Auch an diesen Stationen gab es kurze Hintergrundinformationen.

Letztes Erlebnis der Reise: eine Grachten-Fahrt.

Ermöglicht wurde das Projekt durch örtliche Sponsoren und das Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“.