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Leise rieselt der Schnee
Liebe Grüße aus Wien – und Freude bei zwei Kirchen

Die Wiener Sängerknaben vor ausverkauftem Haus in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda. Theo (vordere Reihe 3.v.r.) avancierte zum Publikumsliebling.
Die Wiener Sängerknaben vor ausverkauftem Haus in der St. Nikolaikirche in Bad Liebenwerda. Theo (vordere Reihe 3.v.r.) avancierte zum Publikumsliebling. FOTO: Frank Claus / LR
Bad Liebenwerda. Die Wiener Sängerknaben haben in der vergangenen Woche in Bad Liebenwerda und Doberlug gastiert. Montagmorgen „flattert“ ein besonderer Gruß ein. Außerdem: Was die Kirchen mit dem Konzerterlös realisieren wollen. Von Frank Claus

Das Konzert der Sängerknaben erlebten am 6. Dezember 350 Gäste in Doberlug und einen Tag später 500 in Bad Liebenwerda. Die RUNDSCHAU berichtete über die mit Begeisterung aufgenommenen Auftritte in der Vorweihnachtszeit und unter anderem über den Sängerknaben Theo so: „Die Zuhörer in den ersten Reihen in Bad Liebenwerda hatten schnell ihren Liebling gefunden. Theo, dem süßen, etwas drallen Bub mit den pausbäckigen Wangen und dem permanenten Lächeln war sofort anzusehen, dass Singen ihm großen Spaß macht.“

Am Montag gab es diese Reaktion aus Wien: „Vielen Dank für Ihren netten Beitrag ,Leise rieselt der Schnee- Gänsehaut’ vom 8. Dezember. Mein Name ist Wolfgang Roth und ich bin der stolze Vater von Theo, dem Sie ein paar Zeilen widmeten. Seien Sie versichert, dass auch ihm die herzliche und willkommene Atmosphäre der Zuhörerschaft in Bad Liebenwerda in äußerst positiver Erinnerung bleiben wird. Freundliche Grüße aus Wien.“

Das ist übrigens nicht der einzige Nachhall der von der Sparkasse Elbe-Elster organisierten Konzerte. Die beiden Kirchengemeinden erhalten von jeder verkauften Karte zehn Euro.

In Bad Liebenwerda werden die zum Beispiel genutzt, um die Kirche barrierefrei umzugestalten.  Das betrifft nicht nur den Eingang, auch Rampen im Inneren sind denkmalgerecht herzustellen. Wie der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Dr. Markus Voigt, erklärt, umfasse das Gesamtprojekt einen Investitionsaufwand von 400 000 Euro. Das Geld aus dem Kartenerlös komme zur Erreichung des Eigenanteils gerade richtig.

In Doberlugs Klosterkirche diene der Erlös der Restaurierung des Epitaphs für Carl Friedrich Freiherr von Schirnding (1753–1812). Die Tafel ist stark verschlissen, so Pfarrer Manfred Grosser. Man könne die Schrift kaum noch lesen. Schirnding gilt als Begründer der ersten evangelischen Missionsschule Deutschlands.