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| 17:46 Uhr

Festival
Puppentheaterfestival war Publikumsmagnet

Schon die Auftaktveranstaltung zum Internationalen Puppentheaterfestival im Elbe-Elster-Land in Doberlug-Kirchhain zog ein großes Publikum aus nah und fern an.
Schon die Auftaktveranstaltung zum Internationalen Puppentheaterfestival im Elbe-Elster-Land in Doberlug-Kirchhain zog ein großes Publikum aus nah und fern an. FOTO: Pressestelle Kreisverwaltung/ Ho
Elbe-Elster. Rund 80 Besucher pro Veranstaltung an 48 Orten sind in die vielfältige Welt der Marionetten eingetaucht.

Auch 2017 verzeichneten die Veranstalter vom Kulturamt Elbe-Elster ein erfolgreiches internationales Puppentheaterfestival. Das Fazit der Macher um Kulturamtsleiter Andreas Pöschl ist fällt durchweg positiv aus.

Verständlich, denn die 19. Auflage des Festivals im Elbe-Elster-Land vom 15. bis 24. September war erneut ein Besuchermagnet. Rund 5400 Besucher — Erwachsene und Kinder — erlebten 71 Vorstellungen an 48 verschiedenen Veranstaltungsorten. Der Ansturm im Museum des Mitteldeutschen Wandermarionettentheaters in Bad Liebenwerda war so hoch, dass die Mitarbeiter des Museums sogar zwei Sonderveranstaltungen für ihre Einrichtung gebucht hatten. Die Kinder konnten neben den 28 Inszenierungen des Festivals noch die Geschichte von Hase und Igel (Pandel`s Marionetten) und die der drei Schweinchen aus Frankena miterleben.

Auch die fulminante Eröffnung im Refektorium Doberlug zeigte einmal mehr, dass das Puppentheaterfestival sich in Elbe-Elster etabliert hat. Die Berliner Stadtmusikanten zogen durch die Lande und begrüßten die Festivalbesucher mit einem „Sag mal geht’s noch?“. Die Geschichte um Fuchs, Wolf, Schaf und Katze brachte bei allen Zuschauern das Lachen in die Gesichter. Laut Andreas Pöschl gab schon erste Gespräche für den letzten Teil der Trilogie: „Vier Millionäre — Die Berliner Stadtmusikanten III“.

Neben der Eröffnung gab es weitere Veranstaltungen ausschließlich für Erwachsene. So konnte unter anderem Puppenspiel im Gewächshaus der Gärtnerei Winde, im Weißgerbermuseum Doberlug-Kirchhain, im Kunsthof in Rahnisdorf, bei der Firma Zobel & Co. in Kirchhain, im Schloss Ahlsdorf, in der Kirche in Saxdorf und natürlich auch bei der Langen Nacht des Puppenspiels in Bad Liebenwerda gezeigt werden. Nach Auswertung der Besucherzahlen ist zu vermerken, dass 888 Erwachsene die elf Veranstaltungen gesehen haben. Dies waren durchschnittlich 81 Besucher pro Veranstaltung. Ein hervorragendes Ergebnis.

Doch auch die Kinder kamen auf ihre Kosten und erlebten spannende Vorstellungen: von Mischka, dem Bären, zu Dornröschen oder der Geschichte des Jungen Jemelja und seinem Zauberfisch. Die 19 Inszenierungen für Kinder trafen auch in diesem Jahr wieder den Nerv der Kleinsten. Das Teatrol Moskau und das Teatro Neline aus der Slowakei begeisterten die Kinder auf eine spezielle Art und Weise. Sie spielten ohne Worte beziehungsweise in slowakischer Sprache. Bei diesen beiden Vorstellungen kann man einmal mehr sehen, dass das Festival international bekannt ist, und auch wenn die Kinder mehr Fantasie als bei einem deutschen Stück benötigten, gab es tosenden Beifall. Durchschnittlich konnten 80 Besucher pro Veranstaltung gezählt werden. Also eine beachtliche Anzahl von Kindern, wenn man bedenkt, dass Puppenspiel ein Genre der Kleinkunst ist. Das Fazit ist, dass mit 80 Besuchern pro Veranstaltung die Kapazitäten ausgereizt sind.

Im nächsten Jahr feiert das Festival 20. Geburtstag. Interessenten sollten sich jetzt schon den Zeitraum 14. bis 23. September 2018 vormerken, damit sie Teil des Festivals werden beziehungsweise bleiben.