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| 18:51 Uhr

Kulturland Brandenburg 2018
Schauplätze der Reformation und viel mehr im Museum

Der Berliner Fotograf Henning Kreitel (36) präsentiert seine Werke.
Der Berliner Fotograf Henning Kreitel (36) präsentiert seine Werke. FOTO: Veit Rösler
Mühlberg. Im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2018 werden an diesem Freitag in Mühlberg gleich zwei Ausstellungen eröffnet. Von Veit Rösler

15 Schauplätze der Reformation, insbesondere die Orte der Biografie Martin Luthers (1483-1546), sind vom 16. November 2018 bis 14. April 2019 Thema einer Sonderausstellung des Berliner Fotografen Henning Kreitel (36). In Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum hat der Fotograf mit Studium Kommunikationsdesign Schwerpunkt Fotografie an der Kunstakademie Stuttgart im Auftrag des promovierten Kunsthistorikers und Journalisten Günter Kowa von Herbst 2015 bis unmittelbar vor der Druckfreigabe des anvisierten Buches bis Juni 2016 zahlreiche Stationen Martin Luthers besucht. An zusammengerechnet 30 Tagen und auf einer Wegstrecke von über 4000 Kilometern hat sich Henning Kreitel auf Spurensuche begeben und dabei insgesamt 80 Bilder in einer Auslese geschaffen. Einige von ihnen sind ab Freitag in Mühlberg zu sehen.

Neben Stadtansichten von Wittenberg werden zum Beispiel auch Orte wie das Geburtshaus von Martin Luther in Eisleben, die Lutherzelle auf der Wartburg, der Lutherstein zur Legende vom Blitzschlag östlich von Stottenheim, die kalte Stelle bei Unterrissdorf am Rande von Lutherstadt Eisleben und Luthers Sterbehaus in Eisleben gezeigt. Mühlberg ist anlässlich des Endes des Schmalkaldischen Bundes mit einem Detail der abendlichen Elbe vertreten. An diesen Orten haben die Reformatoren gelebt, gelehrt und gepredigt. Hier fanden die wichtigen Weichenstellungen statt, Versammlungen, aber auch Schlachten. Orte, die seit Jahrhunderten bewahrt, gepflegt, instrumentalisiert und mitunter marginalisiert wurden. „Die erklärte Absicht war es“, so Kreitel, „die fortdauernde Präsenz – und damit die Aktualität – dieser Orte durch Bildkompositionen einzufangen, die eine atmosphärische Annäherung an die Reformationsstätten und ihre heutige Umgebung ermöglichen.“ Die Vernissage zur Ausstellung im Museum Mühlberg 1547 beginnt am Freitag, 16. November, um 17 Uhr.

Im Zusammenhang mit der Auszeichnung des Museums Mühlberg 1547 als Denkmal des Monats November wird am Freitag bereits um 15 Uhr vor der neuen Probstei auch die frei im öffentlichen Raum zugängliche Ausstellung „Mühlberg – Repräsentativer Backsteinbau zwischen Italien und Sachsen“ eröffnet. Mühlberg ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg, deren Jahresthema 2018 „Europa in Stein gebrannt – Spurensuche in historischen Stadtkernen“ lautet. Insgesamt zehn Mitgliedsstädte präsentieren im Laufe des Jahres die europäischen Einflüsse auf die lokale Baukultur und Architektur. Dabei wird insbesondere die Bauweise mit Backstein, die vom Mittelalter bis zur Zeit der Industrialisierung eine herausgehobene Rolle spielte, in einen europäischen Kontext gesetzt. Die Ausstellung ist ein Projekt im Rahmen des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2018 „wir erben. Europa in Brandenburg – Brandenburg in Europa“ und bis zum 31. Dezember zu sehen.