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Röhrentrommeln
Hohe Kunst des japanischen Trommelns in Bildern

Die sportlichen Musiker von Natsumi Taiko.
Die sportlichen Musiker von Natsumi Taiko. FOTO: Michael Drößler
Bad Liebenwerda. Taiko bezeichnet in Japan eine Gruppe von großen, mit Schlägeln geschlagenen Röhrentrommeln und im Westen auch die Spielweise des entsprechenden Trommelensembles. Natsumi Taiko ist ein Verein, der diese Kunst des japanischen Trommelns auch über die Grenzen von Elbe-Elster bekannt macht. pm/blu

Der Verein sieht es als seine Aufgabe an, durch die Pflege des japanischen Trommelns einen Beitrag zur Verbreitung und zur Förderung der Musik und Kultur in seiner Heimatregion zu leisten. Das Ziel ist, eine möglichst große Zahl von Menschen zu erreichen, die sich für die japanische Kunst des Trommelns, das Taiko, interessieren. Der selbstständige Fotograf und Webdesigner Michael Drößler durfte einige Auftritte mit Natsumi Taiko begleiten, unter anderem das große "Trommeln des Ostens" Anfang April im Haus des Gastes in Falkenberg, bei dem sich die vier Taiko-Vereine aus Ostdeutschland zu einem großen Event zusammengefunden hatten. Weitere Events waren zum Schlauchbootrennen, dem Stadtfest und dem Schulfest des Grundschulzentrums Robert Reiss. Daraus ist nun eine Ausstellung entstanden, die bis Ende August in der Tourist-Information der Kurstadt zu sehen ist.

"Ich bin als Medienbeauftragter durch meinen Freundeskreis zu Natsumi Taiko gestoßen. Mein erster Auftrag war die Dokumentation der Neueröffnung des Dojo des Vereines in der Berliner Straße in Bad Liebenwerda", blickt Michael Drößler auf die ersten Begegnungen mit den Musikern zurück. "Wenn die Natsumi Taiko mit ihren Bachi die japanischen Miya-Trommeln schlagen, sind die Energie und das Vibrieren in jeder Körperzelle zu spüren. Mit viel Kraft werden die Trommeln geschlagen - so verbindet das Hobby das Musikalische mit einem anspruchsvollen Fitness-Training", erzählt er von seinen Erfahrungen. Natsumi Taiko habe dabei einen eigenen, modernen Stil entwickelt. Sogar Lichteffekte kämen mitunter zum Einsatz. Die Trommler seien mit dem ganzen Herzen dabei. Die Energie durch das Trommeln ströme durch den ganzen Körper und stecke so das Publikum an.

Zum Thema:
Die Ausstellung ist bis zum 31. August in der Tourist-Information zu sehen. Geöffnet ist sie am Montag von 10 bis 15 Uhr, Dienstag bis Freitag 10 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags 14 bis 18 Uhr.

Michael Drößler hat die Trommler in Bildern festgehalten.
Michael Drößler hat die Trommler in Bildern festgehalten. FOTO: privat