| 02:48 Uhr

Krisenstab zum Orgel-Fahrstuhl

Bad Liebenwerda. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) weiß jetzt, wovon die Rede ist, wenn von der Orgelakademie in Bad Liebenwerda gesprochen wird. Am Rande der Einweihung des benachbarten evangelischen Gemeindezentrums hat er sich Zeit genommen und das Objekt besichtigt. Frank Claus

Und Respekt dafür gezollt, dass mitten in der Innenstadt so ein Projekt angefasst wird, "das sich hervorragend einpasst in Entwicklungen in der Kurstadt", wie er sagte.

Elf Wohnungen, geplant barrierefrei erreichbar, werden im Herzen der Kurstadt im einstigen Hauptgebäude der ehemaligen Druckerei Ziehlke, später Druckerei Variograph, entstehen. Etwa 1,1 Millionen Euro sind für den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes kalkuliert. Knackpunkt ist momentan der Fahrstuhl. Während der Förderverein der Orgelakademie, zugleich Bauherr, einen Ausbau bis ins Dachgeschoss favorisiert, ist laut Baugenehmigung die Montage nur bis ins Geschoss darunter möglich. Darauf hatte die Denkmalpflege gedrungen.

Damit würden die oberen Wohnungen nicht barrierefrei erreichbar sein, bemängelt der Bauherr. Am 17. April soll es deshalb einen Vororttermin geben, um die Thematik noch einmal gemeinsam zu beraten. Vertreter des Kulturministeriums, der Landeskonservator Dr. Thomas Drachenberg und der Leiter des kreislichen Bauordnungsamtes haben ihre Teilnahme zugesagt.

Bauplaner Michael Bragulla berichtet von guten Fortschritten am Bau. "Wir haben die vierte Dachgaube fertig, in der nächsten Woche geht es auf der Hofseite weiter. Innen sind Maurer, Installateure und Trockenbauer bereits am Werk."