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| 18:24 Uhr

Förderschule Elsterwerda
Schulschließung erneut abgelehnt

 Der Kreistag hat gegen die Schließung der Ganztagsschule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“ in Elsterwerda gestimmt. In dem Gebäude befindet sich auch die Schule „Stark fürs Leben“.
Der Kreistag hat gegen die Schließung der Ganztagsschule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“ in Elsterwerda gestimmt. In dem Gebäude befindet sich auch die Schule „Stark fürs Leben“. FOTO: LR / Manfred Feller
Herzberg. Kreistag mehrheitlich für Erhalt der Förderschule Elsterwerda. Ministerium entscheidet.

Der Kreistag hat am Montag in einer außerordentlichen Sitzung auch im zweiten Anlauf die Auflösung der Ganztagsschule mit dem sonderpädagogischen Schwerpunkt „Lernen“ in Elsterwerda mehrheitlich abgelehnt. Von den 33 anwesenden Abgeordneten votierten in der namentlichen Abstimmung 24 gegen die Schließung, fünf enthielten sich der Stimme und vier (Ulrich Hartenstein, Lutz Kilian und Johannes Wohmann - alle SPD-/FDP-Fraktion sowie Landrat Christian Heinrich-Jaschinski) stimmten für die Auflösung. Nach diesem Ergebnis wurde über die weiteren beiden Punkte des Beschlussentwurfes zur Angliederung der im kommenden Schuljahr noch verbleibenden 9. und 10. Klasse an das Elsterschulzentrum Elsterwerda die Nutzung der Räumlichkeiten der Förderschule im Rahmen des pädagogischen Konzeptes des Elsterschulzentrums nicht mehr abgestimmt.

Vorangegangen war eine vor allem politisch geprägte Diskussion. Zuvor hatte Elsterwerdas Bürgermeisterin Anja Heinrich(CDU) gefordert, das Elsterschulzentrum gemeinsam mit dem Förderschulbereich so gut zu qualifizieren, dass alle Kinder mit Förderbedarf gleichermaßen unterstützt werden. Bildungsdezernent Roland Neumann appellierte, den Beschluss nicht nur politisch als Schulauflösung zu betrachten, sondern als regionale Gestaltungsoption. Die Inhalte der Diskussion aber reichten von landespolitischem Versagen bei der Inklusion bis zu deutschlandweitem Aufleben der Förderschulen. Kilian forderte die Verantwortung für die verbleibenden Kinder ein.

Der Landrat muss den rechtswidrigen Beschluss erneut beanstanden und dies der obersten Kommunalaufsichtsbehörde mitteilen. Eine Entscheidung trifft nun das Ministerium. Es ist davon auszugehen, dass es die Schließung anordnet. Der Kreis wird in den nächsten Tagen mit dem Staatlichen Schulamt beraten. Noch vor dem Schuljahresende soll Klarheit herrschen, wie es im nächsten Schuljahr mit den beiden Klassen weiter geht. Laut Dezernent Neumann werden sie am jetzigen Standort erhalten bleiben.

(ru)