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| 12:10 Uhr

Kreisligisten dominieren die Pokalrunde

Fußball-Kreispokal, Achtelfinale:

SV "Linde" Schönewalde – SG Friedersdorf 2:0 (0:0). Bei idealem Fußballwetter begann der Gastgeber druckvoll und drängte die Gäste in die eigene Hälfte. Mehrere gute Einschussmöglichkeiten brachten aber keinen Torerfolg, sodass sich die Friedersdorfer zunehmend besser ins Spiel bringen konnten. Dabei gaben sie aber zu keinem Zeitpunkt ihre defensive Grundhaltung auf, gelegentliche Konterangriffe brachten nur sporadische Gefahr für das Schönewalder Tor. Nach dem Seitenwechsel blieb die "Linde"-Elf weiterhin spielbestimmend, Friedersdorf stand kompakt in der Abwehr und ließ den "Linde"-Angreifern nur wenig Spielraum. Der Führungstreffer in der 70. Minute wäre fast nach dem Anstoß im direkten Gegenangriff durch die Gäste egalisiert worden. Nun lockerte der Gast etwas seine Defensive, und Schönewalde kam im Anschluss an einen Eckball zum 2:0. Zwar wurden die Gäste in der letzten Viertelstunde in der Offensive etwas stärker, am verdienten Sieg der Heimelf konnten sie nicht rütteln. Peter Reimann Tore: 1:0 Hollmig (70.), 2:0 Schrödter (75.); Gelbe Karten: Römer (Schönewalde); Voigländer, Janitz, Weber, John, Werner (Friedersdorf); SR: K. Herrmann (Oppelhain); Z.: 70. Kolochau – Prösen 2:1 nach Verlängerung. Prösen war der einzige Kreisligist, der bei einer unterklassigen Mannschaft, dem Dritten der 1. Kreisklasse West, das Pokal-Aus hinnehmen musste. Lange Zeit mussten die etwa 80 Zuschauer auf einen Treffer warten. Obwohl es einige gute Möglichkeiten gab, blieb es bis zur 70. Minute torlos. Kolochau hatte im Verlauf des Spiels je einmal die Latte und den Pfosten getroffen. Aber auch Prösen konnte auf zwei gute Möglichkeiten verweisen, zum einen rettete die Latte und zum anderen konnte der Ball gerade noch von der Torlinie befördert werden. Nach 70 Minuten nutzte Prösen einen Foulelfmeter zum 1:0. Fünf Minuten vor dem Ablauf der regulären Spielzeit gab es erneut Strafstoß – diesmal für Gastgeber Kolochau nach Handspiel im Strafraum. Dany Mittag ließ sich die Chance nicht entgehen, traf zum 1:1, und so ging es in die Verlängerung. Exakt 100 Minuten waren gespielt, da fiel die Entscheidung: Wieder traf für Kolochau Dany Mittag zum 2:1. Joachim Hartwig Tore: 0:1 R. Sitta (70.), 1:1 D. Mittag (85.), 2:1 D. Mittag (100.), SR: Unger (Schlieben), Z.: 80. Wacker Reichenhain – Vorwärts Crinitz 1:4 (0:1). Reichenhain kassierte aus den letzten vier Spielen zwölf Punkte, und Crinitz holte aus den letzten fünf Spielen zehn Punkte. Das 4:1 für die Gäste fiel am Ende wohl etwas zu hoch aus. Den Gästen war nach 16 Minuten das Führungstor gelungen. Hoffnung keimte beim Gastgeber auf, als nach 55 Minuten der Ausgleich gelang. Doch sie währte nur kurz, denn nahezu im Gegenzug schafften die Gäste aus Crinitz die erneute Führung. Mit zunehmender Spielzeit versuchte der Gastgeber, das Spiel doch noch zu drehen, zumindest aber erst einmal eine Verlängerung zu erreichen. So wurde von Reichenhain in der Schlussphase "Alles oder Nichts" gespielt. Damit eröffneten sich natürlich für die cleveren Gäste die notwendigen Räume zum Kontern. Doch zunächst half den Gästen ein krasser Abwehrfehler, den sie konsequent zum 3:1 nutzten und damit wohl schon mehr als eine Vorentscheidung schafften. Reichenhain versuchte weiter alles, lief prompt in einen Konter und kassierte das 1:4. Joachim Hartwig Tore: 0:1 D. Schumann (16.), 1:1 M. Benisch (55.), 1:2 D. Schumann (57.), 1:3 J. Hoigk (80.), 1:4 J. Lauschke (85.). Z.: 70. SV Röder Saathain – TSV Schlieben II 3:0 (1:0). Mit 200 Zuschauern hatte Saathain eine gute Kulisse gegen den Vertreter der 1. Kreisklasse West. Nach den Siegen gegen die höherklassigen Mannschaften Biehla II (7:2) und Hirschfeld I (3:2) durfte sich nun auch Schlieben II das Pokal-Aus in Saathain abholen. Diese Partie verlief fair, nur dreimal gab es "Gelb". Ausgeglichen gestaltete sich die erste Halbzeit, in der der Gastgeber in der 43. Minute zum Führungstreffer durch Norman Semmisch kam. Saathain wurde in der zweiten Hälfte immer spielbestimmender. Eine Vorentscheidung war das 2:0 in der 56. Minute durch Tony Ruprich, dem noch einmal Norman Semmisch das alles entscheidende 3:0 in der 75. Minute folgen ließ. Schlieben II hatte im Spiel drei Möglichkeiten, doch Saathains Torwart war jeweils Herr der Situation. Joachim Hartwig Tore: 1:0 N. Semmisch (43.), 2:0 T. Ruprich (56.), 3:0 N. Semmisch (75.), Z.: 200. FC Bad Liebenwerda II – SV Eintracht Koßdorf 1:2 (1:2). Die Bad Liebenwerdaer Vereinsführung war am Ende ziemlich sauer. Mit einer desolaten Leistung hat sich die Reserve aus dem Pokal verabschiedet. Einige Spieler hatten wohl gedacht, dass man die Koßdorfer mal so "ganz nebenbei" aus dem Rennen kegeln könnte. Nichts da: Die Gäste spielten von Beginn an engagiert. Das 0:1 in der 9. Minute war der verdiente Lohn. Hoffnung keimte bei den Kurstädtern auf, als zwei Minuten später der Ausgleich fiel und dann einige schöne Spielzüge zu sehen waren. Doch Koßdorf blieb cool, legte mit dem 1:2 den Einheimischen noch vor der Pause ein weiteres "Ei" ins Nest. Auch in der zweiten Halbzeit kein Aufbäumen bei Bad Liebenwerda II, dafür aber noch einige Chancen für Koßdorf, die gut und gern noch zu zwei Toren hätten reichen müssen. Bad Liebenwerda verabschiedet sich komplett aus dem Pokal und hat seine Fans wieder mal enttäuscht. Die Männer-Teams können mit Erfolgen scheinbar nicht umgehen – sie werden nachlässig, wenn es mal zu gut läuft. So wird nie ein Blumentopf zu gewinnen sein. (tv/fc) Tore: 0:1 M. Ulke (9.), 1:1 M. Schadwinkel (11.), 1:2 M. Risopp (39.), SR: Kohlhoff (Möglenz), Z. 70.VfB Hohenleipisch 1912 II – Blau Weiß 19 Lichterfeld 3:0 (0:0) Beide Mannschaften begannen das Spiel defensiv. Die Zweite von Hohenleipisch übernahm nach zehn Minuten das Spiel und setzte Lichterfeld mächtig unter Druck. Durch Schüsse aus der zweiten Reihe, aber auch durch gute Kombinationen tauchte der VfB vor dem Gäste-Tor auf. Jedoch konnte der SV-Torwart seine Mannschaft mehrfach vor einem Rückstand bewahren. Lichterfeld war zu harmlos, und die Heimelf setze ihre klare Überlegenheit nicht in Tore um. Nach dem Wechsel das gleiche Spiel: Hohenleipisch erarbeitete sich viele Torchancen, Lichterfeld blieb nichts anderes als die Defensive übrig. Doch der SV-Keeper, mit Abstand bester Spieler der Gäste-Elf, konnte seinen Kasten bis zur 60. Minute noch sauber halten. Dann entschied der Schiri auf Freistoß, den Stefan Werner aus etwa 20 Metern direkt zum längst überfälligen 1:0 verwandelte. Die Gäste bemühten sich jetzt mehr und lockerten das Defensivverhalten, wodurch sich für Hohenleipisch Räume ergaben. Nach einem schönen Solo schloss wiederum Stefan Werner einen schnellen Gegenangriff in der 72. Minute mit dem 2:0 ab. Schließlich folgte kurz vor Abpfiff der verdiente 3:0-Endstand. Ingo Barig Tore: 1:0, 2:0 S. Werner (60., 72.), 3:0 T. Wagner (84.); SR: M. Thiele (Friedersdorf); Z.: 100. VfB Herzberg 68 I – FC Bad Liebenwerda I 4:2 (2:0). Es fällt schwer, das Spiel als gutes zu beurteilen, obwohl den Zuschauern sechs Tore und mindestens noch einmal so viele Chancen geboten wurden. Die spielerisch gefälligere Klinge schlugen eindeutig die Kurstädter, was allerdings am zu laschen Zweikampfverhalten der "68"er lag. Dass es zur Halbzeit dennoch 2:0 für den VfB stand, stellte den Verlauf des Spiels geradezu auf den Kopf. Doch schön zu spielen, heißt noch lange nicht, erfolgreich zu sein. Eine gut getimte Eingabe von Hannes Tressel verwertete Mario Kopischke per Volleyschuss zum Führungstreffer (28.). Den zweiten Treffer setzte Alexander Haering nach Vorarbeit von Daniel Schubert (36.). Die zweite Halbzeit war gerade eine Minute alt, da war es wieder Haering, der einen langen Schlag von André Lieske nachjagte. Er düpierte den Abwehrspieler und hatte Glück, dass auch der Keeper patzte. Der zweite Angriff der Gäste wurde von Enrico Bahr gut abgeschlossen (50.) Das baute den FC noch einmal auf. Ein schnelles Durchspiel auf Johannes Krause brachte dank Keeper Sebastian Strack keinen Erfolg (58.), doch markierte Krause nach einem schnell ausgeführten Freistoß und Stracks Zögern beim Herauslaufen den Anschlusstreffer (62.). Unmutsbekundungen der Fans ließen die Gastgeber wieder konzentrierter zu Werke gehen. So scheiterte Sebastian Witte mit straffem Schuss am FC-Keeper (72.), auch Haerings Schuss parierte selbiger (75.). Dass Schubert im Nachsetzen das leere Tor nicht traf, sondern nur die Querlatte, war kurios. Auch Stefan Krüger schaffte es nach einer Ecke aus zwei Metern nicht, das Leder ins Tor zu bugsieren (85.). Hätte Nicolas Wenzel zwei Minuten vor Schluss frei durchlaufend sein Tor gemacht, wäre es wohl in eine ungewisse Verlängerung gegangen. So aber traf der "Spieler des Spiels", Alexander Haering, nach Vorarbeit von Marcus Bärtich in letzter Minute zum Endstand. Wolfgang Stricker Tore: 1:0 Kopischke (28.), 2:0 Haering (36.), 3:0 Haering (46.), 3:1 Bahr (50.), 3:2 Krause /62.), 4:2 Haering (89.); SR: Walter (Langennaundorf); Z.: 135. SV Hertha Finsterwalde – SpVgg. Finsterwalde 5:2 (n.E.). Die SpVgg legte den Respekt als erste ab. Hertha stemmte sich dagegen. In der 30. Minute war man sich in der Abwehr der Herthaner nicht einig, und S. Smolka nutzte dies zur Führung für die SpVgg. Die größte Chance hatten in der 70. Minute die Gastgeber, aber der Kopfball von Th. Müller landete am Querbalken. Hertha wurde in der 90. Minute mit dem Ausgleichstreffer belohnt. In der Verlängerung fielen keine Tore. So musste das Elfmeterschiessen die Entscheidung bringen. Hier zeigten sich die Herthaner mental stärker. Frank Werner Tore: 0:1 St. Smolka (30.), 1:1 M. Fiebiger (90.), 2:1 Toni Lehmann, 3:1 Th. Müller, 4:1 T. Hoffedank, 4:2 St. Smolka, 5:2 O. Kutscher; Gelbe Karten: K. Schulze, Th. Müller, Th. Löser, T. Lehmann (Hertha); S. Blobel, M. Schadock, E. Margraf, T. Lehmann, M. Baurath (SpVgg); Gelb-Rote Karten: M. Schadock, E. Margraf (SpVgg); SR: Wünsch (Schilda); Z.: 350.