ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 01:08 Uhr

Kreiskrankenhaus ließ Jahresabschluss prüfen

Elbe-Elster-Kreis.. Über drei Beschlüsse, die das Kreiskrankenhaus Herzberg betreffen, hatte der Kreistag von Elbe-Elster abzustimmen. Erstens: über den geprüften Jahresabschluss von 2002. Zweitens: Darüber, ob der Fehlbetrag des Wirtschaftsjahres 2002 – 699 188,28 Euro – der Gewinnrücklage entnommen wird. Und drittens: über die Entlastung der Krankenhausleitung für das vergangene Wirtschaftsjahr. Alle drei Beschlussvorlagen wurden vom Kreistag angenommen. Von Thomas Seifert

„Wir haben den Jahresabschluss des Kreiskrankenhauses Herzberg unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts des Krankenhauses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2002 geprüft“ , schreiben die Wirtschaftsprüfer der Dres. Brönner Treuhand-Revision GmbH in ihrem Bestätigungsvermerk. Darin heißt es unter anderem, dass der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2002 des Kreiskrankenhauses Herzberg unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Krankenhauses vermittelt. Der Lagebericht entspräche den gesetzlichen Vorschriften und stelle auch die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Fazit: Der Fortbestand des Kreiskrankenhauses sei nicht gefährdet. „Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.“
Die Wirtschaftsprüfer haben ihre Prüfungshandlungen so festgelegt, dass Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Krankenhauses sowie die Erwartung möglicher Fehler berücksichtigt wurden. Während ihrer Arbeit haben die Mitarbeiter der Dres. Brönner Treuhand-Revision GmbH die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Krankenhauses sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Grundlage von Stichproben beurteilt. „Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.“
Zu den Fakten: Das Bilanzvermögen ist gegenüber 2001 zurückgegangen, ist in der Stellungnahme zum Prüfungsbericht zu lesen. Ursachen dafür lägen vor allem in der Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2002. Das Umlaufvermögen habe sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert. Allerdings seien die Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht von null im Vorjahr auf 597 000 Euro gestiegen und hätten sich die liquiden Mittel von 756 000 Euro zum gleichen Stichtag auf 230 000 Euro verringert. Die Liquidität habe sich also verschlechtert und sei als unbefriedigend zu bezeichnen. Der Fehlbetrag in Höhe von 699 188,29 Euro sei entstanden, weil sich die Erlöse aus Krankenhaus- und ambulanten Leistungen sowie Nutzungsentgelten im Vorjahresvergleich um 244 000 Euro verringert hätten. Das Kreiskrankenhaus habe das mit den Kassen vereinbarte Erlösbudget nicht erreicht. Hier lägen die Ursachen auch bei den Langzeiterkrankungen von Chefärzten. Der Personalaufwand sei um 429 000 Euro gestiegen, der Materialaufwand um 140 000 Euro im Vergleich zum Vorjahr gesunken.