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| 14:57 Uhr

Serie zum Kreisgärtnertag am 28. und 29. April
In Stechau gibt es Yacon – die süße Wunderknolle

Silvia Schulze mit dem Yakon-Bodenapfel. Es ist ein Powergemüse. Die Pflanze hat dazu dekorative Blüten und wird um die zwei Meter hoch.
Silvia Schulze mit dem Yakon-Bodenapfel. Es ist ein Powergemüse. Die Pflanze hat dazu dekorative Blüten und wird um die zwei Meter hoch. FOTO: Veit Rösler
Stechau. Gärtnerei Schulze gäbt ein uraltes Gemüse aus. Von Veit Rösler

Die Kreisgärtnertage finden in diesem Jahr am 28. und 29. April zum 22. Mal in Zusammenarbeit mit der Lausitzer Rundschau statt. Elf Gärtnereien und Baumschulen machen mit und geben bereits im Vorfeld Tipps.

In der Gärtnerei von Silvia und Peter Schulze in Stechau wird ein peruanischer Bodenapfel sprichwörtlich „ausgegraben“. Der Yacon-„Inka“-Bodenapfel ist ein wiederentdecktes Knollengemüse. Die geschälten Wurzeln sind ein fruchtiger, frischer Knabberspaß, zum roh essen als Snack oder als Salat. Die antike Frucht ist gesund und zuckerfrei, einfach in Anbau und Lagerung, vielseitig verwendbar und mit dekorativen Blüten. „Die Yacon ist ein absolutes Powergemüse und vielfältig einsetzbar. Sie kann sowohl roh im Salat als auch gekocht als leckere Gemüsebeilage oder in Eintöpfen verwendet werden. Der Geschmack der Knolle ist frisch, leicht süßlich und erinnert an Birne. Yaconknollen sind zudem reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Das ursprünglich aus Südamerika stammende Knollengemüse ist daher eine ideale Bereicherung für verschiedenste Gerichte“, erklärt Gärtnerin Silvia Schulze. In der Herkunftsregion in Südamerika wird die Pflanze bevorzugt zu Sirup verkocht. Wirkstoffe in den Blättern sollen den Blutzuckerspiegel aktiv senken. Daher nutzen viele Diabetiker in Südamerika Blätter zu einem Aufguss. Die Erntezeit für die Yacon-Pflanzen ist im September und Oktober. Die Pflanzen bilden Wurzeln aus, die denen der Süßkartoffel ähneln. Sie können eine Länge von 30 und eine Dicke von 10 Zentimetern erreichen. Das Gewicht kann pro Wurzel bei bis zu 300 Gramm liegen. Damit können bis zu fünf Kilogramm Knollen pro Pflanze geerntet werden. Nach den ersten Frösten werden die Knollen mit einer Grabgabel vorsichtig aus dem Boden gehoben. Bei großer Ernte können die Wurzelknollen an einen feuchten, kühlen und dunklen Ort über den Winter lagern. Eine kurze Lagerung im Gemüsefach des Kühlschranks ist möglich. Die Schale kann nachdunkeln, was den Geschmack aber nicht beeinflusst.  „Die Yacon ist nicht winterfest. Die Pflanze bildet aber im Spätsommer kleine Überwinterungsknöllchen aus. Diese können mit dem Pflanzenstrunk in einer Kiste mit feuchtem Sand an einem kühlen, frostfreien Ort überwintert werden. Ab März kann man die Pflanze dann im Topf vorgezogen und im Mai, nach dem letzten Frost, wieder nach draußen setzen“, erklärt Silvia Schulze.

Kreisgärtnertag 4c
Kreisgärtnertag 4c FOTO: Wrobel, Elisabeth / LR