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| 10:17 Uhr

Kreativmarkt in Plessa
Das Kulturhaus als Mekka der Hobbykünstler

Elke Neuhaus aus dem sächsischen Stolpen hat erstmals in Plessa ausgestellt. Sie bot Herz- und Weihnachtsdeko an.
Elke Neuhaus aus dem sächsischen Stolpen hat erstmals in Plessa ausgestellt. Sie bot Herz- und Weihnachtsdeko an. FOTO: Mirko Sattler
Plessa. Jeder Fleck im Plessaer Kulturhaus wurde beim Kreativmarkt genutzt. Rund 50 Künstler präsentierten sich den Besuchern. Von Mirko Sattler

Doch ist bei der nunmehr 10. Auflage wieder alles so wie in den zurückliegenden Veranstaltungen? „Nein. In diesem Jahr haben wir zum Beispiel auf Stände verzichtet, die Bilder anbieten. Großes Interesse war auch von Hobbykünstlern und Kunsthandwerkern da. Von den 50 Teilnehmern sind in diesem Jahr die Hälfte Neulinge. Ideen, wie der nächste Markt aussehen wird, stammen von unseren Teilnehmern“, sagt Organisationschefin Claudia Drews vom Kulturverein Plessa.

Anspruchs- und niveauvoll sowie abwechslungsreich – so zeigt sich der Kreativmarkt bei seinem ersten runden Geburtstag. „Mit über 20 Helfern haben wir den Markt am Sonntag vor der Veranstaltung aufgebaut. Das zeigt doch, mit wie viel Herzblut wir an diese Sache herangehen. Unser weitestgereister Teilnehmer kommt aus Bremen. Aber auch aus Stolpen in Sachsen haben wir einen Teilnehmer, der zum ersten Mal dabei ist“, so Drews weiter.

Mit vielen verschiedenen Gestecken hatte sich Elke Neuhaus aus Stolpen auf den Weg ins brandenburgische Plessa gemacht. „Ich bin das erste Mal dabei. Erfahren davon habe ich von Bekannten aus Plessa. Mitgebracht habe ich zum Beispiel Herzdeko und Weihnachtswichtel und -kugeln“, verriet die 55-jährige Künstlerin. Ihre Materialien findet die Floristin in der Natur. „Das Allermeiste, mit dem ich arbeite, stammt aus dem Wald oder meinem Garten. Nur bei ganz wenigen Gestecken oder Kränzen nehme ich gekaufte Waren. So zum Beispiel hier bei diesem Rasenkranz, der aus 60 zusammengerollten Butterbrottüten hergestellt wurde“, erzählt die Verkäuferin, für die das Hobby seit 20 Jahren Ausgleich zum Beruf ist.

Um Keramik geht es am Stand von Romy Zedler aus Lauchhammer. Mit ihrer Kreativbude ist die Künstlerin zum ersten Mal in Plessa dabei. „Ich war im letzten Jahr hier schauen, was alles so angeboten wird. Es hat mir gefallen und so habe ich mich gleich für dieses Jahr angemeldet. Meine angebotenen Sachen sind aus verschiedenen Tonarten gefertigt und alles Unikate. Besonders stolz bin ich auf das Kürbis-Lichthäuschen. Zur Herstellung brauchte ich bis zu sieben Stunden“, sagte die Künstlerin, die mit ihrer Kreativbude auch in der Kunstgussstadt zu finden ist.

Schon kurz nach 10 Uhr, war in den Gängen des Kulturhauses kein Durchkommen mehr. Dieser Kunst- und Kreativmarkt stimmte schon auf die bevorstehende Weihnachtszeit ein. Fast jeder Stand hatte irgendetwas mit Weihnachten zu tun. Wenn nicht als Deko, dann doch als Weihnachtsgeschenk.

Doch für Kinder gab zu wenig, meinten manche. „Ich habe jetzt mit meinen beiden Enkeln 45 Minuten warten müssen, bis wir hier basteln konnten. Ich war vor Jahren schon einmal hier, da war es besser. Das Angebot an den Ständen finde ich klasse“, meint Krystyna Stäbler aus Grünewalde.

„Dieses Jahr ist es wieder besonders schön. Es gibt viele Anregungen, die man zu Hause nutzen kann. Zuerst verschaffen wir uns einen Überblick und dann nehmen wir immer eine kleine Aufmerksamkeit oder ein kleines Geschenk mit“, verriet Gisela Posselt. Die Rentnerin stammt aus Plessa und ist heute die Vorsitzende des Landfrauenvereins in Oppelhain.

Zum ersten Mal sind auch die Freundinnen Michaela und Nadine in Plessa. „Wir haben vom Markt aus der RUNDSCHAU erfahren und wollen mal schauen, was es so Schönes gibt. Der erste Eindruck ist super. Es gibt schöne Stände und nicht Rumpliges“, meinten die beiden aus Doberlug-Kirchainerinnen übereinstimmend.