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| 01:08 Uhr

Kommune entscheidet, wer auf dem Radweg fahren darf

Elbe-Elster-Kreis.. Über die Zustände auf dem Radweg zwischen Doberlug-Kirchhain und Wahrenbrück ärgert sich eine RUNDSCHAU-Leserin. „An sich ist das ein wunderschöner Radweg“ , berichtete sie im RUNDSCHAU-Gespräch.

„Aber ich bin neulich dort lang gefahren, da kam ein Auto mit Karacho an. Wir sind fast zusammengestoßen. Mit Kindern kann man dort auf keinen Fall lang fahren.“ Außerdem würde der Schotter durch die Autos auf die Asphaltstrecke getragen, so dass das Fahren dort erschwert würde.
Radwege auf öffentlichen Wegen werden im Auftrag des Landkreises Elbe-Elster ausgebaut. Mirko Bormann, Sachbearbeiter Projektförderung, erklärt, warum der Kreis aber keinen Einfluss darauf hat, wer auf den Wegen fährt: „Der Radweg an sich bleibt Eigentum der Kommune. Und die entscheidet auch, für welche Fahrzeuge sie ihn zur Verfügung stellt.“
Viele dieser Wege seien schon immer öffentlich gewesen und das wollten viele eben beibehalten. „Rechtlich wäre es möglich, die Durchfahrt nur noch für Radfahrer zu erlauben“ , erklärt Mirko Bormann. „Aber oft entscheidet die Kommune, dass der Weg weiterhin für alle Fahrzeuge freigegeben bleiben soll.“
Der Sachbearbeiter spricht aus Erfahrung, wenn er sagt: „Und selbst wenn der Weg plötzlich nur noch für Radfahrer freigegeben wäre, könnte man nicht verhindern, dass dort nicht doch ein Pkw lang fährt.“ (swi)