Die Zahl der engagierten Bürgerinnen und Bürger hat in den letzten Jahren stetig zugenommen, und das bürgerschaftliche Engagement ist immer stärker in den Blick der Öffentlichkeit und der politischen Kräfte gerückt. Das hat der einstige Bundespräsident Horst Köhler im Jahr 2006 gesagt.
Trifft das heute, mehr als 15 Jahre später, noch zu? Aus Vereinen, von Initiativen oder einfachen Organisationsstäben von Veranstaltungen ist vielfach anderes zu hören. Tritt die alte Führungsgarde ab, bleibt oft ein Loch, das schwer geschlossen werden kann. Jüngere Leute scheuen sich demnach, ehrenamtlich Verantwortung zu übernehmen.
Erleben Sie, liebe ehrenamtlich Tätige, die Sie eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger suchen, das auch? Worin sehen Sie Ursachen? Ist es auch möglich, dass versäumt wurde, eine Nachfolgeregelung rechtzeitig zu finden? Ihre Erfahrungen interessieren mich. Schreiben Sie mir bitte eine Mail, ich rufe Sie gern zurück.
Dieter Herrchen, der 25 Jahre die Weihnachtsmusik am Glockenturm in Biehla organisiert hat, wollte nicht abtreten, ohne einen Nachfolger zu finden. Er konnte die Voraussetzung schaffen, eine Tradition, die Einwohnern in Biehla ans Herz gewachsen ist, am Leben zu erhalten. Das ist gut so. Dabei musste auch er eine geraume Zeit suchen. Weil er wollte, dass das, was Horst Köhler seinerzeit auch gesagt hat – „Anderen Leuten Gutes tun: Das ist also eine Quelle von Glück und Zufriedenheit.“ – Bestätigung findet.
Frank.Claus@lr.de