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| 12:17 Uhr

Sanierung in kleinen Schritten
Weitere Klosterfenster in Mühlberg restauriert

Nach der Restauration ist vor der Restauration. Feierlicher Augenblick am Kloster Mühlberg. Zwei weitere große Fenster erstrahlen in altem Glanz. Groß ist die Freude bei Bürgermeisterin Hannelore Brendel, Pater Alois Andelfinger, Kloster-Verwaltungschefin Ulrike Fedke, Andreas Könitz vom Förderverein Kloster Marienstern, Frank Prescher von der Sparkasse Elbe- Elster und Glaskünstlerin Ina Simon aus Weinböhla.
Nach der Restauration ist vor der Restauration. Feierlicher Augenblick am Kloster Mühlberg. Zwei weitere große Fenster erstrahlen in altem Glanz. Groß ist die Freude bei Bürgermeisterin Hannelore Brendel, Pater Alois Andelfinger, Kloster-Verwaltungschefin Ulrike Fedke, Andreas Könitz vom Förderverein Kloster Marienstern, Frank Prescher von der Sparkasse Elbe- Elster und Glaskünstlerin Ina Simon aus Weinböhla. FOTO: Veit Rösler
In Mühlberg wird noch viel Geld gebraucht, um die beschädigten Glasmosaiken der Klosterkirche zu erhalten. Von Veit Rösler

Geschafft! Zumindest wieder eine Etappe beim Restaurieren der Mühlberger Klosterkirchenfenster. Mit dem jeweils auf einen Schieferziegel aufgeschriebenen Wort „Danke“ und einem herzlichen „Vergelt‘s Gott“ hat sich Pater Alois Andelfinger vom Ökumenischen Haus der Begegnung und Stille im Kloster bei der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ für die zur Verfügung gestellten 7000 Euro sowie bei dem ausführenden Handwerksbetrieb für die „exzellente Arbeit“ bedankt, wie er sagt.

Bei dem Vor-Ort-Termin anlässlich zweier weiterer fertiger Fenster auf der Nordseite des Gebäudes nehmen Frank Prescher von der Sparkasse Elbe-Elster sowie Glaskünstlerin Ina Simon aus Weinböhla im Beisein von Mühlbergs Bürgermeisterin Hannelore Brendel, Kloster-Verwaltungschefin Ulrike Fedke und Andreas Könitz vom Förderverein Kloster Marienstern das auf Schiefer geschriebene Dankeschön entgegen.

Die beiden desolaten Nordfenster im Chorraum sind für insgesamt 16 408,66 Euro in der Werkstatt von Ina Saalfrank in Weinböhla restauriert worden. Mitte August waren die Fenster ausgebaut und schon einen Monat später wieder eingebaut worden. Der Förderverein Kloster Marienstern hat dafür 2000 Euro bereitgestellt. Es sind auch private Spenden auf das Konto des Klosters für diesen Zweck eingegangen.

Für das nächste Jahr haben sich Klosterverwaltung und Förderverein vorgenommen, ein Südfenster im Chorraum mit den Wappen der Städte Elsterwerda, Ortrand und Wahrenbrück zu restaurieren. Aus diesem Fenster sind bereits kleine Scheiben herausgefallen. Bei mehreren in Brandenburg und Sachsen wütenden Tornados war am 24. Mai 2010 unmittelbar neben den Nordfenstern der tonnenschwere große Hauptturm der Klosterkirche zu Boden gestürzt. Umherfliegende Splitter hatten mehrere Scheibchen aus dem Glasmosaik herausgeschlagen.

Durch die entstandene Instabilität hat sich das Fenster inzwischen nach innen gewölbt. Gäbe es die über die Scheiben gezogenen Stabilisierungsanker aus Kupfer nicht, wäre sicher schon das komplette Glas herausgefallen. Die veranschlagten Kosten in Höhe von knapp 12 000 Euro für dieses eine Fenster hoffen die Betreiber des Klosters durch Zuschüsse des Denkmalamtes, des Fördervereins und weiterer Spender zusammen zu bekommen. Etwa ein Drittel der 35 Kirchenfenster muss in die Werkstatt. Dies könne nur in Etappen geschehen.

Die mit einem Wappen im Kloster Mühlberg vertretenen Städte bekommen die Gelegenheit, sich an der Wiederherstellung zu beteiligen. Im Jahr 2020 werden allein für die Restaurierung weiterer Klosterfenster etwa 19 400 Euro erforderlich sein. Wer möchte, kann gern unterstützen und auf das Konto bei der Sparkasse Elbe-Elster, Kennwort: Klosterfenster, IBAN DE28 1805 1000 0201 0116 54, spenden.

Das Kloster bietet sehr schöne Räume für Gruppen, Seminare, Fortbildungen. Buchen können sie  Vereine, Firmen, Geldinstituten und Organisationen. Die Küchenmitarbeiter versorgen die Gäste.