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| 18:45 Uhr

Finsterwalde/Herzberg/Elsterwerda
Klinikum Elbe-Elster hält Erfolgskurs

Der neu gestaltete Innenhof im Krankenhaus Elsterwerda im Elbe-Elster Klinikum.
Der neu gestaltete Innenhof im Krankenhaus Elsterwerda im Elbe-Elster Klinikum. FOTO: LR / Frank Claus
Finsterwalde/Herzberg/Elsterwerda. In allen drei Krankenhäusern wird weiter an neuen Kapiteln der Erfolgsgeschichte geschrieben. Im Jahr 2017 steht ein Überschuss von 1,21 Millionen Euro zu Buche. Geschäftsführer Neugebauer wartet auf Signal der Gewerkschaft. Von Gabi Böttcher

Ein Blick auf die Bilanz des Jahres 2017 zeigt, dass die Geschäftstätigkeit des Elbe-Elster-Klinikums in Hoheit des Landkreises wie schon in den Jahren zuvor auf solider Basis fortgeführt werden konnte. Am Steuer des 2017 immerhin 1026 Mitarbeiter zählenden Schiffes kann Geschäftsführer Michael Neugebauer im Vergleich zum Jahr 2016 auf einen Kräftezuwachs von 26 Beschäftigten verweisen. „Wir haben im Bereich der Pflege etwas getan“, sagt er und schiebt die jetzt aktuelle Beschäftigtenzahl von 1048 Mitarbeitern gleich nach.

20 600 Patienten sind 2017 im Klinikum Elbe-Elster behandelt worden, das ist nahezu dieselbe Zahl wie im Jahr zuvor. „Was unsere Einnahmen und Ausgaben betrifft, befinden wir uns im ruhigen Fahrwasser“, sagt der Geschäftsführer. Der Umsatz in allen drei Gesellschaften (Klinikum, Medizinisches Versorgungszentrum, Klinikservice) ist um 2,3 Prozent auf 78,2 Millionen Euro im Vergleich zu 2016 (76,4 Millionen Euro) gestiegen. Im Jahr 2015 lag er bei 70,8 Millionen Euro.

Wiederum konnten im vorigen Jahr 3,1 Millionen Euro in bauliche Maßnahmen und in Medizintechnik investiert werden. Die größte Anschaffung im Bereich der Medizintechnik war 2017 ein Durchleuchtungsgerät zur Gefäßdiagnostik für das Krankenhaus Herzberg, das rund 190 000 Euro kostete. Für das kommende Jahr sind neue Geräte für das Krankenhaus Finsterwalde in den Bereichen Radiologie, Angiografie und Computertomografie ausgeschrieben. Ein neues Mammografiegerät ist bereits angeschafft worden. Das Klinikum Elbe-Elster versteht sich als Klinikum der gehobenen Grundversorgung, das seinen Patienten wohnortnah, fernab der Großstädte, eine breite medizinische Versorgung auf hohem fachlichem Niveau sichern möchte. Dass der ärztliche Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Roland Reinehr, über die Weiterbildungsermächtigung auf dem Gebiet der Inneren Medizin und Gastroenterologie verfügt und somit eine volle Facharztausbildung am Klinikum möglich ist, freut Michael Neugebauer sehr. Er verweist ebenso auf den Ausbau der Gefäßmedizin unter Leitung von PD Dr. Roland Zippel in Herzberg und die erfolgreiche Rezertifizierung des Endoprothetikzentrums unter Leitung von Frank Hoffmann in Elsterwerda.

Auch in das auf mittlerweile 21 Arztpraxen an elf Standorten gewachsene Netz des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) ist 2017 weiter investiert worden: 482 000 Euro. Im MVZ ist der Umsatz 2017 auf 2,9 Millionen Euro und damit um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Trend, als angestellter Arzt eines MVZ tätig zu werden und damit verbundene Entlastungen zu schätzen, hält aus der Sicht von Michael Neugebauer weiter an. Die Zahl der Beschäftigten sei hier von 43 im Jahr 2016 auf 55 im vorigen Jahr und aktuell 74 gestiegen. Neugebauers Prognose für 2018: „Es werden in unseren MVZ’s wohl etwa 75 000 Patienten ambulant behandelt werden.“

Die Bilanz 2017 des Klinikums Elbe-Elster weist einen Überschuss von 1,21 Millionen Euro aus. „Ich möchte auf dieser soliden Basis gern über die Steigerung des Tariflohns sprechen und warte auf ein Signal der Gewerkschaft. Unsere Mitarbeiter haben einen sehr guten Job gemacht, auf den sie stolz sein können. Das sollen sie auch spüren“, sagt Michael Neugebauer.

Schwerpunkt des Baugeschehens bleibt das Krankenhaus Finsterwalde, weil es hier den größten Nachholbedarf gibt. Ein zweiter Kran zeugt dieser Tage davon, dass die Arbeiten hier forciert werden, der Balkon am denkmalgeschützten Altbau wird komplett abgerissen und denkmalgerecht wieder aufgebaut. In zwei derzeit bis Ende Juli geschlossenen Stationen werden Sanierungs- und Brandschutzarbeiten ausgeführt. Letztere sind am Krankenhaus Elsterwerda abgeschlossen. Innenhof und Warenannahme zeigen sich in Elsterwerda in neuer Optik. Im kommenden Jahr soll hier das Bettenhaus eine aufgefrischte Fassade bekommen.

In Herzberg laufen Arbeiten zur Verschönerung der Fassade, einschließlich des Einbaus von Sonnenschutz. Zudem steht eine teilweise Gebäudeaufstockung zur Erweiterung der Platzkapazität bevor. „Wenn wir Firmen finden, dann können wir in diesem Jahr noch beginnen“, sagt Michael Neugebauer.