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| 02:41 Uhr

Klimamanager unterstützt ab 2016 die Stadt Uebigau-Wahrenbrück

Uebigau-Wahrenbrück. Die Energiekommune Uebigau-Wahrenbrück hatte zu einer weiteren Konferenz zum Thema "Energiewende: mehr als Wind und Sonne" eingeladen. Im Transformationszentrum Brikettfabrik "Louise" wurden etwa 50 Teilnehmer aus dem Landkreis und aus umliegenden Regionen über aktuelle Ergebnisse aus Forschung und Praxis informiert und diskutierten dazu. Sylvia Kunze

Die zentrale Frage lautete: Wie können bisher ungenutzte Ressourcen in ländlichen Räumen die Energiewende praktisch voranbringen?

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Förderaktivitäten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum "Nachhaltigen Landmanagement" statt. Zu den Organisatoren gehörte neben der Stadt Uebigau-Wahrenbrück das Leibnitz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung. Bei einem Regionalworkshop kamen lokale Energiemanager, Energieversorger, Vertreter von Ingenieurbüros, Verbänden und Vereinen sowie Kommunalpolitiker, Verwaltungsmitarbeiter und einige wenige Bürger miteinander ins Gespräch.

Für Andreas Claus, Bürgermeister in Uebigau-Wahrenbrück, liegt es auf der Hand: Gerade in für Kommunen wirtschaftlich angespannten Zeiten werde es immer wichtiger, Reststoffe für die Energiegewinnung nutzbar zu machen. Seit mehreren Jahren bemüht er sich, dass das teuer gereinigte Abwasser aus der Kläranlage in Winkel nicht in die Vorflut fließt, sondern dass damit eine Kurzumtriebsplantage bewässert werden kann. Vorangekommen ist er damit leider noch nicht. "Weil das Land unser Projekt abbügelt", so seine Begründung. Entscheidungsträger würden auf drei im Land finanzierte Projekte und deren noch ausstehende Ergebnisse verweisen. Für Claus ein unbefriedigender Zustand, wie er während der Konferenz deutlich machte.

Er vermeldete aber auch gute Neuigkeiten: Ab 1. Januar 2016 werde der Stadt ein Klimamanager zur Seite gestellt - zum größten Teil finanziert aus Fördergeldern. Mit diesem wolle die Stadt an das Abarbeiten des städtischen Klimaschutzkonzepts gehen, kündigte Claus an.

Eberhard Stroisch aus der Kreisverwaltung fügte an, dass für den Landkreis derzeit ein solches Konzept erarbeitet werde. Er berichtete von einem Modellprojekt "Landaufschwung", mit dem regionale Erzeuger gestärkt würden. Ziel sei eine zunehmend regionale Wertschöpfung, um damit wiederum Arbeitsplätze sichern zu können.