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| 16:40 Uhr

„Bischöfin zum Anfassen“
Kirchenkreis beeindruckt Landesbischöfin Junkermann

Ilse Junkermann (links), die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in
Mitteldeutschland, tauschte sich bei ihrem Besuch der Nikolaikirche in Bad
Liebenwerda mit Pfarrer Torben Linke (2.v.l.) , Gemeindegliedern und
Gemeindekirchenräten sowie Vertretern aus dem Kirchenkreis über die
Erfahrungen  mit der „Offenen Kirche“ aus. Die Nikolaikirche steht tagsüber
zu festen Zeiten jedem Interessierten für einen Besuch offen.
Ilse Junkermann (links), die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, tauschte sich bei ihrem Besuch der Nikolaikirche in Bad Liebenwerda mit Pfarrer Torben Linke (2.v.l.) , Gemeindegliedern und Gemeindekirchenräten sowie Vertretern aus dem Kirchenkreis über die Erfahrungen  mit der „Offenen Kirche“ aus. Die Nikolaikirche steht tagsüber zu festen Zeiten jedem Interessierten für einen Besuch offen. FOTO: Karsten Bär
Herzberg/Bad Liebenwerda. Am Pfingstmontag hat die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland Ilse Junkermann den Kirchenkreis Bad Liebenwerda besucht. Die Reise stand unter dem Motto „Bischöfin zum Anfassen“.

Los ging der Besuch der Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland in Altherzberg. In der eindrucksvollen Fachwerkkirche erlebten die zahlreichen Besucher aus der ganzen Region einen stimmungsvollen Gottesdienst mit eindrucksvoller Kirchenmusik. Die Herzberger Pfarrerin Anika Scheinemann-Kohler taufte das jüngste Altherzberger Gemeindemitglied und die Landesbischöfin hielt die Predigt, in der sie jeden aufforderte, nach seiner persönlichen Gabe zu forschen. Im Anschluss waren alle Interessierten zum Gespräch mit der wichtigsten Seelsorgerin der Landeskirche eingeladen.

Als zweite Station wurde Bad Liebenwerda angesteuert. Diese Kirche ist seit einem Jahr verlässlich geöffnet. Die Initiative dazu ging im abgelaufenen Reformationsjahr 2017 von Bischöfin Ilse Junkermann aus. Dirk Gebhardt, Erwin Rohleder, Pfarrer Torben Linke und weitere engagierte Gemeindeglieder berichteten von den wenigen, notwendigen Umbaumaßnahmen, aber vor allem ihren positiven Erfahrungen, die sie bisher mit ihrer offenen Kirche gesammelt haben.

Der Kirchenkreis Bad Liebenwerda erstreckt sich bis Lauchhammer. So war die nächste Station der Grubenrand des ehemaligen Braunkohlereviers bei Kostebrau. Vom Kirchenältesten Wilhelm Stranz  wurde die Bischöfin über die Arbeitsweise des Kohleabbaus informiert. Im Gespräch mit Pfarrehepaar Steffen und Annegret Doms, Bürgermeister Roland Pohlenz, Fachberater Pfarrer Burkhard Behr und Gemeindegliedern wurden die tiefgreifenden Folgen der Grubenschließung und der modernen Energiewende für die Region Lauchhammer thematisiert

Den Abschluss bildete ein Gespräch mit Gemeindekirchenräten und Mitarbeitenden in der „Arche“ in Lauchhammer. Eindrucksvoll berichteten die Versammelten von ihrem sozialen Engagement in Kita, Hort und Schulsozialarbeit, dem Projekt „Jugend forscht“, der „Mädchenbude“ und dem Engagement für die Orgel in der Schloßkirche von Lauchhammer-West.

Tief beeindruckt verlässt die Bischöfin am Abend den Kirchenkreis Bad Liebenwerda. In den nächsten Tagen steht jeweils ein Kirchenkreis auf ihrem Programm: Wittenberg, Torgau-Delitzsch, Halle-Saalekreis, Naumburg, Merseburg und Eisleben-Sömmerda.