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| 18:46 Uhr

Kirche in Stolzenhain wieder schmuck
Ein schönes Geschenk zu Weihnachten

Die Kirche in Stolzenhain an der Röder ist saniert. Darüber freuen sich Pfarrer Otto-Fabian Voigtländer, Hannelore Theile, Ursula Müller und Sandro Atlas (von links) von der Kirchengemeinde.
Die Kirche in Stolzenhain an der Röder ist saniert. Darüber freuen sich Pfarrer Otto-Fabian Voigtländer, Hannelore Theile, Ursula Müller und Sandro Atlas (von links) von der Kirchengemeinde. FOTO: LR / Frank Claus
Stolzenhain. Am 30. November wird der Abend auf besondere Art begrüßt – Adventskonzert und Dankeschönabend mit Gulasch- und Kürbissuppe im Freien. Von Frank Claus

Es ist geschafft. Die Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten an der Stolzenhainer Kirche sind beendet. Die Rüstung ist gefallen. Die weiße Fassade mit den ocker­farbenen Faschen um Fenster und Türen, dazu die dezent umlaufende schwarze Linie, die wie eine Schattenfuge wirkt – die Kirche ist ein toller Blickfang mitten im Ort.

Während der Sanierungsarbeiten ist festgestellt worden, dass der Kirchturm auf „wackligen Füßen“ steht. Im Fundamentbereich waren Klinkerziegel derart stark zersetzt, dass schnelle Hilfe nötig war. „Die porösen Steine sind durch neue, gebrannte Ziegel ersetzt worden“, so Pfarrer Otto-Fabian Voigtländer.

Seit 2013/2014 liefen die Planungen für die Sanierung. Schnell wurde klar: Mit ein paar Euro ist es nicht getan. 25 000 Euro waren für die Sanierung der zehn Fenster nötig, 140 000 Euro haben die Werterhaltungsmaßnahmen für die Fassade verschlungen. Geld, das im Kirchenkreis aufgebracht worden ist und über ein Darlehn, großzügige Sponsoren wie die Volksbank Elsterland und die Sparkasse Elbe-Elster eingespielt werden konnte. Und da ist vor allem die rührige Kirchengemeinde selbst. 14 000 Euro haben allein die Stolzenhainer für ihre Kirche dazu gegeben.

Stattliche 425 Jahre ist die Kirche in Stolzenhain an der Röder alt. Im Jahr 1592 ist sie gebaut worden. In den zurückliegenden Jahrzehnten und Jahrhunderten müssen die Einwohner schon immer großen Wert auf den Erhalt ihrer Kirche gelegt haben. Auch zu DDR-Zeiten. Im Jahr 1986 ist begonnen worden, alle Malereien und Holzgegenstände fachmännisch zu restaurieren. Bis 1992 dauerten diese Arbeiten an. Im Jahr 2008 wurde die Balkenkonstruktion und das Kirchendach saniert. Die Elektroanlage und der Blitzschutz sind ertüchtigt worden. Pfarrer Otto-Fabian Voigtländer hat noch mehr Fakten zusammengetragen. Auch die ganz aktuellen: „Vor fünf Jahren hat der Gemeindekirchenrat den Beschluss gefasst, die Fenster zu streichen, Putz und Sockel auszubessern. Mit 15 000 Euro ist da noch kalkuliert worden“, erzählt er und schmunzelt angesichts der reellen Zahlen heute.

Die „neue“ Kirche soll nun am 30. November gefeiert werden, mit einem Adventskonzert und einem Dankeschönabend bei Plätzchen, Glühwein, Gulasch- und Kürbissuppe im Freien. Die heißen Gerichte bereitet Schmidts Einkaufszentrum zu. Treffpunkt ist 18 Uhr.