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Kiesabbau stoppt vor Speziallager und der Siedlung

Mühlberg. Der seit dem 18. August 2016 andauernde Protest der Bürgerinitiative Neuburxdorf, unterstützt von der Initiativgruppe Lager Mühlberg und der Stadt Bad Liebenwerda, ist von Erfolg gekrönt. Manfred Feller

Bernd-Jürgen Fritsch aus Neuburxdorf, Sprecher der Bürgerinitiative, hat es jetzt von der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) in Berlin schriftlich erhalten: Die ausgeschriebenen Flächen des einstigen Gefangenen- und späteren sowjetischen Speziallagers Mühlberg sowie der Siedlung Neuburxdorf werden nicht für den Kiesabbau in Anspruch genommen.

Dazu schreibt die BVVG: "… dass das Bergwerkseigentum Mühlberg/Neuburxdorf auf unseren Antrag hin nunmehr aus Pietätsgründen geteilt und der südliche Feldesbereich aufgehoben worden ist. Die Ausschreibung des verbliebenen und um mehr als 130 ha verkleinerten Bergwerkseigentums Mühlberg/Neuburxdorf 1 hat am 8. August 2017 mit der Veröffentlichung auf der Webseite der BVVG begonnen."

Großen Anteil an diesem Erfolg haben nach Auskunft von Bernd-Jürgen Fritsch die Abgeordneten der Stadtverordnetenversammlung Bad Liebenwerda durch ihren Beschluss. Hervorzuheben sei in diesem Zusammenhang das Engagement mehrerer Landtagsabgeordneter und Stadtverordneter. Dies sind Diana Bader, Claudia Sieber, Helmut Andrack (alle Linke) und Michael Jungclaus (Grüne).

"Ein Dank gilt auch den Vertretern des Vereins Heimat mit Zukunft mit Peter Grobe und Jörg Fabian sowie Bürgern in ganz Deutschland, die sich für unsere Sache eingesetzt haben", sagt Bernd-Jürgen Fritsch.