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| 02:46 Uhr

Kerstin Schenkel: Ein kreativer Anfang ist in Elsterwerda gemacht

Vor allem der Stand des Modellbauzentrums war gut besucht. Und der interkulturelle Abend war auch ein Erfolg.
Vor allem der Stand des Modellbauzentrums war gut besucht. Und der interkulturelle Abend war auch ein Erfolg. FOTO: M. Claus/mcl1
Elsterwerda. Der Kreativmarkt am Sonnabend war der krönende Abschluss einer erstmals in Elsterwerda organisierten Kreativwoche. Unternehmerin Kerstin Schenkel hatte sie mit weiteren Mitstreitern vorbereitet. mcl1

Der Kreativmarkt in einem Ladengeschäft auf der Berliner Straße zeigte einmal mehr, was möglich ist. Klar, hätte man sich mehr Besucher gewünscht, aber die Aussteller schätzten ebenso das Engagement. Im Laden war es schön warm, auch an Platz mangelte es nicht, die Schaufenster ließen reichlich Licht rein und durch den Regen laufende Passanten nutzten den Markt für eine kreative Pause. Künstler verschiedener Couleur präsentierten sich neben Handarbeitsangeboten, Holzerzeugnissen, Imkern und Kaffeeröstern wie auch kreativen Bastlern mit Papier, Perlen und Wolle. Gut besucht war der Stand vom Modellbauzentrum - Mädchen an der Laubsäge bewiesen einmal mehr, was in ihnen steckt. Michaela Jahn wurde nicht müde, Interessierten das Fingerhäkeln zu erklären und Karin Atlas ließ sich ebenso beim Perlenhäkeln auf die Finger schauen. Fachlichen Rat zum Strickfilzen holten sich interessierte bei Gerhild Hauptmann und nahmen auch gleich noch von den derzeit begehrten Filzschuhen, mit. Zum Honigverkosten ludt Familie Fuhrmann ein und den Kaffee gab es bei Loose, der Kaffeerösterei. Staunen erweckte Sabine Engelmann mit ihren kunstvollen Papiersternen und Anke Kauschke bot den kreativen Kick mit ihren Bastelutensilien. Holzprodukte und wollige Geschenkideen komplettierten das Angebot. Kerstin Schenkel erzählt gern, wie viel Spaß ihr diese Woche bereitet hat und winkt bei der Frage wegen der vorbereitenden Arbeiten ab: "Das hab' ich gern gemacht." Einen Lauf bekam das Kreativ-Angebot am Mittwoch beim Handarbeitsangebot, erzählt sie. Häkeln und Stricken war angesagt. Das gefiel auch den tschetschenischen Mitbürgern. Die Frauen hatten ihre Kinder mitgebracht und so saßen am Ende selbst die Jungen mit Wolle an den Händen unter den Handarbeitern.

Ein ungeahntes Glücksgefühl bescherte den Organisatoren und Mitstreitern der Donnerstag. Der interkulturelle Abend, dem zunächst alle mit gemischten Gefühlen entgegensahen, ruft nach Wiederholung. Anfangs musste sich auf eine gemeinsame Sprache geeinigt werden, was schwer möglich war, erzählt Michaela Jahn. "Unser Russisch half wenig, englisch lief, aber arabisch musste durch Mimik und Gestik ersetzt werden." Ganz Pfiffige griffen zum Übersetzer auf dem Handy. Syrer und Tschetschenen strickten, häkelten und redeten so gut es ging mit den übrigen Teilnehmern.