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| 07:51 Uhr

Nach Obduktion von Radfahrer
Kein natürlicher Tod – Polizei sucht Lkw-Fahrer von Bad Liebenwerda

Verkehrsunfall am 14. Dezember in der Dresdener Straße in Bad Liebenwerda.
Verkehrsunfall am 14. Dezember in der Dresdener Straße in Bad Liebenwerda. FOTO: Manfred Feller / LR
Bad Liebenwerda. Das Obduktionsergebnis zum tödlichen Rad-Unfall von Bad Liebenwerda liegt vor: Ein natürlicher Tod kann demnach ausgeschlossen werden. Die Polizei sucht nun weiter nach dem verschwundenen Lkw-Fahrer, der den Radler (64) mit seinem Fahrzeug getroffen hat. Von Bodo Baumert und Frank Claus

Dieser Unfall beschäftigt nicht nur Angehörige und Anwohner in Bad Liebenwerda. Am 14. Dezember war auf der B 183 im Bad Liebenwerdaer Kurpark ein Radfahrer (64) zu Tode gekommen. Augenzeugen berichteten von einem Lkw mit rotem Aufbau, den den Radler überholte und beim Einscheren berührt haben soll. Der Radfahrer stürzte daraufhin und erlitt schwere Verletzungen. Eintreffende Rettungskräfte versorgten den 64-Jährigen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er trotz intensivmedizinischer Versorgung verstarb.

Der Lkw fuhr einfach weiter. Ob der Fahrer den Unfall bemerkt haben kann, ist unklar. Bisher führte die Suche nach dem Fahrer nicht zum Erfolg.

Nach genaueren Untersuchungen der Dekra hatten sich vor Weihnachten zunächst Zweifel an der bisherigen Unfalltheorie ergeben. Demnach soll der Radfahrer auf dem dicht neben der Straße verlaufenden Geh- und Radweg unterwegs gewesen sein. Das würden Kratzspuren auf dem Radweg deutlich belegen. Ob der 64-jährige Mann gestürzt sei, weil er dennoch Kontakt mit dem Lkw hatte oder aber sein Elektrorad kurzzeitig nicht beherrscht hat, blieb offen. Eine angeordnete Obduktion sollte Aufschluss darüber geben, ob der Mann womöglich wegen plötzlicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen zu Fall kam.

Nun liegt das Ergebnis der Obduktion vor. Ein natürlicher Tod könne ausgeschlossen werden, bestätigt Polizeisprecherin Ines Filohn auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Es müsse also von einer Kollision ausgegangen werden. Die Suche nach dem Lkw--Fahrer geht weiter.