Im Grundschulzentrum Robert Reiss in Bad Liebenwerda, wo fast 400 Schüler beschult werden, wird seit Mittwoch bis vorerst einschließlich Freitag nur bis zur vierten Stunde unterrichtet. „Das“, so sagt Schulleiterin Doris Keilwagen, „hängt aber nicht mit dem Coronavirus, sondern mit erhöhtem Krankenstand in der Lehrerschaft zusammen.“ Demnach seien gegenwärtig von 25 Lehrern sieben erkrankt. „Wir geben Fachunterricht bis zur 4. Stunde und wollen danach nicht irgendwelche Beschäftigungstheorie machen“, sagt sie. Die Kinder blieben dennoch betreut. Und wie spürbar ist Corona? „Es gibt Eltern, die ihren Kindern Desinfektionsmittel mitgeben“, sagt sie. In den Schulklassen gäbe es mit durchschnittlich zwei bis drei erkältungserkrankten Schülern den normalen Durchschnitt zu dieser Jahreszeit.

Hygiene-Hinweise am Oberstufenzentrum Elbe-Elster

Im Oberstufenzentrum Elbe-Elster, das an fünf Standorten in drei Orten etwa 2000 Schüler unterrichtet, würde es sowohl in der Lehrer- als auch in der Schülerschaft keine Auffälligkeiten geben, sagt Schulleiterin Sabine Lundström. Natürlich würde die Corona-Entwicklung sehr sensibel verfolgt. Der Landkreis als Schulträger habe an allen Sanitäranlagen nicht zu übersehende Hinweise zur Hygiene angebracht.

Keine Ausfälle an Finsterwalder Förderschule

„Bei uns sind alle da“, sagt Annette Jäpel, stellvertretende Schulleiterin der Ganztagsschule „Sieben Brunnen“ mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ in Finsterwalde. Weder Schüler noch Pädagogen seien dem Unterricht aufgrund des Corona-Virus oder der Angst davor bislang ferngeblieben. „Wir warten gespannt auf das Ergebnis des Treffens der Kultusminister. Grundsätzlich gilt: Wir sind so gut es geht auf die weiteren Entwicklungen vorbereitet“, so die Sonderpädagogin. Ein verkürzter Unterricht sei aufgrund der Fahrdienste, die die Schüler am Morgen aus ihren Wohnorten abholen und nachmittags wieder nach Hause bringen, keine Option und auch nicht sinnvoll. 58 Mädchen und Jungen besuchen die Schule aktuell.

Normale Erkältungswelle in Herzberg

Auch an der Grund- und Oberschule „Johannes Clajus“ in Herzberg gibt es derzeit keine Corona-Probleme. Lediglich eine normale Erkältungswelle dezimiere die Lehrerschaft derzeit, so Schulleiterin Ines Gebauer. „Da musste unser Vertretungskonzept greifen. Wir konnten aber nicht jede Unterrichtsstunde vertreten“, sagt sie. Was Corona betrifft, so werden die Eltern auf der Homepage der Schule aktuell informiert.