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| 20:21 Uhr

Aus der Zuckerfabrik Brottewitz
Kampagne-Ende vermutlich schon am 2. Januar

 Die diesjährige Rübenkampagne läuft vermutlich bis zum 2. Januar 2019. Archivfoto: pos
Die diesjährige Rübenkampagne läuft vermutlich bis zum 2. Januar 2019. Archivfoto: pos FOTO: Antje Posern
Brottewitz. Fast 30 Prozent weniger Zuckerrüben als im Jahr 2017. Von Frank Claus

In der Südzucker-Fabrik in Brottewitz bestätigen sich die bereits im Sommer geäußerten Vermutungen: Die Ernte fällt deutlich geringer aus. „Am Ende werden es 20 bis 30 Prozent weniger sein“, so Werner Stohr, Leiter der Rübenabteilung. Der Hitze-Sommer mit extrem geringen Niederschlägen hat die Ernte vermasselt. „Während im Vorjahr die Kampagne mehr als 130 Tage dauerte, werden es diesmal nur etwa 100“, schätzt der Rüben-Spezialist ein. Von den Rekordjahren 2014 und 2017 mit um die 85 Tonnen je Hektar sei man weit entfernt. In den vergangenen Wochen sind etwa 250 Lkw-Ladungen zu je 25 Tonnen pro Tag angeliefert worden. Werner Stohr rechnet damit, dass am 2. Januar die letzten Rüben verarbeitet werden. Während auf der Brandenburger Elbeseite die Erträge deutlich in den Keller gegangen seien, habe es im Herbst bei den Zuckerrüben aus dem sächsischen Raum noch mal einen Zuwachs gegeben. Der Hitze-Sommer hatte jedoch auch ein Plus. Der Zuckergehalt war so hoch wie lange nicht. Da wurde sogar schon vom Rosineneffekt gesprochen.

Jetzt schaut Werner Stohr vor allem auf die Niederschläge. „Wir brauchen ausgiebigen Regen, um die Defizite dieses Jahres auszugleichen und eine gute Grundlage fürs nächste Jahr zu haben“, sagt er. In einigen Bereichen läge das Defizit bei etwa 250 Liter je Quadratmeter.