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| 13:17 Uhr

Internationale Kinder- und Jugendkunstwoche in Saathain
Junge Maler erleben ein einmaliges Kunst- und Ferienprojekt

Der Spaß an der künstlerischen Arbeit ist den Teilnehmerinnen der neunten Jugendkunstwoche in Saathain anzusehen.
Der Spaß an der künstlerischen Arbeit ist den Teilnehmerinnen der neunten Jugendkunstwoche in Saathain anzusehen. FOTO: Jürgen Weser
Saathain. Teilnehmer aus der Region, dem Märkischen Kreis und Polen nehmen an der Jugendkunstwoche in Saathain teil. Ab Sonntag werden die Werke gezeigt. Von Jürgen Weser

Die „Internationale Kinder- und Jugendkunstwoche“ auf Gut Saathain ist zur guten Tradition geworden. Zum neunten Mal findet sie, organisiert vom Förderverein Gut Saathain und dem Kreiskulturamt und geleitet vom Künstler Ararat Haydeyan, in diesem Jahr statt. Achtzehn junge Leute aus der Region, aus dem Partnerkreis Märkischer Kreis in Nordrhein-Westfalen und den polnischen Partnerkreisen Nakielski und Ratibor in Polen erweitern ihre künstlerischen Fähigkeiten. Am Sonntag um 11 Uhr zeigen sie zur Ausstellungseröffnung die Ergebnisse der Kunstwoche. Bis Ende September ist die Ausstellung zu sehen.

Ungeachtet der großen Hitze sind die sechzehn jungen Teilnehmerinnen und zwei jungen Männer, alle zwischen 16 und 22 Jahre alt, mit Feuereifer bei der Sache, freut sich Kursleiter Ararat Haydeyan, der die Jugendkunstwoche 2010 mit aus der Taufe gehoben hat und seitdem leitet. „Gemeinsam arbeiten, voneinander lernen und sich in der Freizeit besser kennenlernen“, ist das Motto der Kunstwoche. Dabei steht die künstlerische Arbeit im Mittelpunkt, die Schwerpunkte Malerei, Zeichnen und Objektgestaltung sind von Ararat Haydeyan vorgegeben. Diese Vielfältigkeit findet Selina Breunig aus Plessa so gut, dass sie bereits zum achten Mal an der Sommerkunstwoche teilnimmt und „großen Spaß“ daran hat. Mit dem Abitur am Elsterschloss-Gymnasium in der Tasche beginnt sie in wenigen Wochen in Senftenberg Biotechnologie zu studieren und möchte trotzdem weiter an den Sommerkunstwochen teilnehmen. Elora Dana Peolinsky (17) aus Maasdorf ist zum ersten Mal dabei und findet gut, „dass man sich vielfältig ausprobieren kann“.

Die polnische Künstlerin Donata Maciaszek ist gerade bei den letzten Pinselstrichen an ihrem blauen Porträt.
Die polnische Künstlerin Donata Maciaszek ist gerade bei den letzten Pinselstrichen an ihrem blauen Porträt. FOTO: Jürgen Weser

Des Lobes voll ist Ararat Haydeyan über die polnischen Gäste. Kein Wunder, denn sie haben bereits ein Kunstlyzeum durchlaufen. Donata Maciaszek ist gerade bei den letzten Pinselstrichen an ihrem blauen Porträt. Der Arbeit an Objekten und Plastiken fieberte Zofia Kolinska entgegen. „Dabei kann ich meiner Phantasie freien Lauf lassen.“ Mit großer Phantasie ist auch der Student der Landschaftsarchitektur Jakub Drychta unterwegs, der symbolisch „Das wachsende Leben“ aufs Papier bannt. Der polnischen Betreuerin Gabriela Habrom-Rokosz gefällt neben der künstlerischen Kompetenz vor allem die freundliche Atmosphäre und wie die Teilnehmer von Vereinsmitgliedern des Gutshofes umsorgt werden. „Überhaupt einzigartig ist diese Jugendkunstwoche“, glaubt Angelika Füßler. Die Seniorin, selbst oft Teilnehmerin an Malkursen von Ararat Haydeyan, weilt als Feriengast in ihrer Heimat. Jetzt in Berlin-Reinickendorf lebend, kennt sie dort solch ein Projekt nicht. Gern ist ihre Großnichte Rita aus Leipzig mitgekommen. „Die Kirche zu malen ist mir gut gelungen“, erzählt Emilia Duisenberg aus Lüdenscheid, die in der Schule von dem Projekt erfahren hat. Toll findet sie auch die gemeinsame Freizeitbeschäftigung mit Grillabend, Kochabend mit Spezialitäten aus den jeweiligen Regionen, den abkühlenden Besuchen am Badesee, im Wonnemaar und natürlich die Ausflüge, die zu den Dresdener Sehenswürdigkeiten führten.

„Wieder eine erfolgreiche Jugendkunstwoche“, resümiert Ararat Haydeyan. „Das Interesse aus der heimischen Region könnte größer sein“, hofft er und findet schade, dass diesmal „wegen finanzieller Probleme“ erstmalig keine Teilnehmer aus seiner armenischen Heimat dabei waren.