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| 19:00 Uhr

Eine Tradition lebt in Bad Liebenwerda und Herzberg
Jugendweihen nach wie vor beliebt

Das Foto entstand Sonnabend bei der Jugendweihe in Falkenberg.
Das Foto entstand Sonnabend bei der Jugendweihe in Falkenberg. FOTO: LR / Dieter Müller
Bad Liebenwerda/Herzberg. In der Region Bad Liebenwerda 220 Anmeldungen, im Raum Herzberg 182. Von Frank Claus und Birgit Rudow

Die Jugendweihen sind im vollen Gange. Die Elsterwerdaer Schüler feierten bereits, am 12. Mai schließen sich die Schüler der Oberschulen aus Prösen und Bad Liebenwerda an, wo insgesamt 220 Teilnehmer angemeldet sind.

In Herzberg hat die Initiative Jugendweihe vier Feiern für insgesamt 182 Jugendliche vorbereitet. 66 Mädchen und Jungen der Förderschule „Lernen“ aus Herzberg und der Oberschule Falkenberg wurden am vergangenen Sonnabend im Haus des Gastes feierlich in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen. Am 12. Mai feiern die Achtklässler der Clajus-Schule ihre Jugendweihe im Herzberger Bürgerzentrum. Eine Woche später folgen die Schliebener im Drandorfhof. Den Abschluss bildet die Feier für die Herzberger Gymnasiasten am 26. Mai im Haus des Gastes in Falkenberg.

In diesen Wochen beginnen auch die Konfirmationen in den evangelischen Kirchengemeinden. Insgesamt werden in der Region Elbe-Elster 68 Jugendliche konfirmiert: unter anderem sind es 27 in Finsterwalde, zehn in Tröbitz und weitere sieben in Lugau. Damit ist die Zahl der Konfirmationen im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen.

„Mit der Konfirmation werden die jungen Erwachsenen vollwertige Mitglieder der Kirche. Sie können selbst Pate werden und bestimmen in kirchlichen Angelegenheiten mit“, sagt Pfarrer Markus Herrbuck. Auf die Konfirmation würden sich die Jugendlichen mit Unterricht mit  Projekten und Wochenend-Freizeiten vorbereiten. Der Konfirmandenunterricht wäre ein guter Ort, um Fragen nachzugehen, die jeden Menschen auf dem Weg zum Erwachsenwerden beschäftigen, so der Pfarrer: „Wer bin ich, wohin gehe ich, was trägt mich - Fragen nach dem Geheimnis des Lebens, dem Sinn und der religiösen Dimension.“

Doch bevor es so weit ist, stellen sich die Jugendlichen in einem selbstgestalteten Gottesdienst der Gemeinde vor. Mit Instrumenten, Gesang, kleinen Videoclips und einer eigenen Moderation sollen sie zeigen, dass sie sich mit den Inhalten der christlichen Kirche auskennen. Ende April haben Jugendliche in Finsterwalde einen Gottesdienst selbständig gestaltet. Vor knapp 250 Besuchern in der Trinitatiskirche beschäftigten sie sich mit der Bedeutung des Legosteins, der ein Symbol für ihren Glauben ist.