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Jugendclub Hirschfeld: Nach Brand wird nicht verzagt

Das schwer beschädigte Gebäude.
Das schwer beschädigte Gebäude. FOTO: Jugendclub
Hirschfeld. Ende Januar sind große Teile des Jugendclubs in Hirschfeld ausgebrannt. Die Jugend will nicht aufgeben und sich schnellstmöglich wieder eine Heimstatt schaffen.

Die RUNDSCHAU sprach mit Clubchefin Santana Linge (25).

Der Polizei zufolge ist erwiesen, dass ein technischer Defekt Brandauslöser war. Was war passiert?
Linge: Die veraltete elektrische Anlage ist unseren Infos zufolge Ursache für den Brand gewesen.

Ist eigentlich noch was zu retten?
Linge: Der Schaden ist enorm. Nicht nur am Dachstuhl, sondern am gesamten Gebäude.

Greift die Versicherung?
Linge: Uns hat man gesagt ja, aber für einen Wiederaufbau nach heutigen Gesichtspunkten wird das Geld nicht reichen. Zumal das Haus unter Denkmalschutz steht.

Die Denkmalpflege datiert die Entstehung des Hauses zwischen 1830 und 1840. Es war wohl erst Hüfnerhaus und später die Dorfschule. Wie sehr hängen Sie am Gebäude?
Linge: Sehr. Es war unser Zuhause. Über einen Neubau oder die Sanierung ist noch nicht entschieden. Egal wie, selbst bei einem Neubau würden wir es gut finden, wenn wenigstens die Fassade wieder so hergestellt werden könnte.

Sie haben in einem Facebook-Aufruf um Unterstützung gebeten.
Linge: Stimmt. Aber wir wollen selbst mit anpacken. Wir haben handwerklich begabte Mitglieder, die das können. Auch bei einem Neubau stehen wir bereit, bestimmte Dinge zu übernehmen.

Wie viele junge Leute haben sich im Club getroffen?
Linge: Der Club hat 40 Mitglieder. Viele kommen regelmäßig.

Was folgt jetzt?
Linge: Amt und Gemeinde arbeiten intensiv, um auszuloten, wie es mit dem Club weitergehen kann. Ich denke, sie werden uns bald einbeziehen.

Wer Ihnen helfen möchte, ist wo richtig?
Linge: Im Facebook haben wir die Bankverbindung für Hilfeleistungen angegeben. Jeder kann uns gern ansprechen.

Mit Santana Linge

sprach Frank Claus.