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| 19:11 Uhr

Jubiläum
Edle Pferde, Geschick und Dramatik

Elegante Pferde und tolle Leistungen beim Reitertag in Oschätzchen FOTO: VRS
Oschätzchen. 100 Pferde bei 80 Starts bot der 65. Reitertag in Oschätzchen. Höhepunkt: eine Quadrille mit acht Gespannen.

Die große Kutsch- Quadrille, einstudiert von Volker Socher vom Reitverein Lindena mit acht Gespannen aus Brandenburg und Sachsen war der Höhepunkt des diesjährigen 65. Reitertages in Oschätzchen. Bei optimalsten Witterungsbedingungen sind Freunde des Reit- und Fahrsportes voll auf ihre Kosten gekommen.

Es gab edle Pferde, elegante und geschickte Leistungen und auch dramatische Szenen zu sehen. Die Reitsportgemeinschaft Oschätzchen hatte vom frühen Morgen bis zum späten Nachmittag ein umfangreiches Programm aus Prüfungen, Wettbewerben und Vorführungen unterschiedlicher Reitsportarten auf die Beine gestellt. Aus den teilnehmenden Vereinen haben bei den über 100 Starts etwa 80 Pferde teilgenommen.

Zu den engagiertesten unter den derzeit 31 Mitgliedern der organisierenden Reitsportgemeinschaft Oschätzchen gehört Marlies Schneider. Auf dem neuen Kampfrichterturm blickt sie anlässlich des kleinen Jubiläums noch einmal in die Geschichte des Reitsports in Oschätzchen zurück. In der Nachkriegszeit gab es auf vielen Grundstücken im Ort Pferde, die dazugehörenden Landwirtschaftsgeräte und Wagen. Im Jahr 1954 entwickelte sich daraus unter der Federführung von Heino Manig eine Interessengemeinschaft. Landwirt Gerhard Wendt stellte die sandige Fläche zur Verfügung, die später von der Gemeinde erworben wurde. Für die Wettkämpfe wurde das Gelände eingefriedet und für die Kampfrichter ein Traktoranhänger am Rande der Sportstätte aufgefahren. Als Schlechtwettervariante wurde dieser mit einer Plane überdacht. Bald schon gab es musikalische Umrahmung durch eine Blaskapelle.

Für das Sportgeschäft beflügelnde Konkurrenz sorgte Hohenleipisch, wo es ähnliche Aktivitäten mit einem professionellen Reiterplatz hinter dem Sportplatz gab. Die Reitsportgemeinschaft Oschätzchen wurde unter dem Mantel des DTSB Sektion Reiten betrieben. Bald nahmen an den Turnieren Reitsportler auch noch aus Lindena, Gruhno und Mühlberg teil. 1994 wurde dann mit vor der Eingemeindung zurückgestellten Mitteln ein Kampfrichterturm errichtet. Der Aufbau des Turmes wurde immerhin noch zu DDR- Zeiten von der damaligen Volksvertretung beschlossen. Der Turm fiel allerdings im Frühjahr 2013 einer Brandstiftung zum Opfer, so das ein neuer aufgebaut werden musste.

 Kutsch-Quadrille mit acht Gespannen aus Brandenburg und Sachsen, einstudiert von Volker Socher vom Lindenaer Verein.
Kutsch-Quadrille mit acht Gespannen aus Brandenburg und Sachsen, einstudiert von Volker Socher vom Lindenaer Verein. FOTO: VRS

Am frühen Morgen hatte die Veranstaltung mit einem Dressurwettbewerb der Klasse E und einem Caprilli-Test begonnen. Am Nachmittag erwartete die Besucher das Geschicklichkeitsfahren der Gespanne, eine Rasseschau, ein Kreuzspringen, eine Voltigiervorführung, ein Führzügel-Wettbewerb und ein Springwettbewerb. Vor allem die schnellen Geschicklichkeitsfahrten mit Schaubildern liegen hoch in der Zuschauergunst. Neben den sportlichen Leistungen werden Wagen und Pferde vor den Wettkämpfen herausgeputzt, sind aber nach der Staubschlacht und, je nachdem wie das Pferd sich traut, nach dem Wassergraben nicht wiederzuerkennen.

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 Kutsch-Quadrille mit acht Gespannen aus Brandenburg und Sachsen, einstudiert von Volker Socher vom Lindenaer Verein.
Kutsch-Quadrille mit acht Gespannen aus Brandenburg und Sachsen, einstudiert von Volker Socher vom Lindenaer Verein. FOTO: VRS
Elegante Pferde und tolle Leistungen beim Reitertag in Oschätzchen FOTO: VRS
(vrs)