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| 10:39 Uhr

Elsterwerda 2019: Investitionen und Visionen
Anja Heinrich will einen Ruck

 Der erste Bürgerempfang und das Naturparkfest in Kraupa sollen den Auftakt für die neue Imagekampagne geben. Naturparkchef Lars Thielemann, Bürgermeisterin Anja Heinrich, die Vorsitzende des Heimatvereins, Katja Gehre, und Heimatvereinsmitglied Friedmar Marunke sind gerüstet.
Der erste Bürgerempfang und das Naturparkfest in Kraupa sollen den Auftakt für die neue Imagekampagne geben. Naturparkchef Lars Thielemann, Bürgermeisterin Anja Heinrich, die Vorsitzende des Heimatvereins, Katja Gehre, und Heimatvereinsmitglied Friedmar Marunke sind gerüstet. FOTO: Veit Rösler
Elsterwerda. Mit vollen Händen kann Elsterwerda das Geld 2019 nicht ausgeben. Das aber sei kein Grund, nicht trotzdem voranzukommen. Von Frank Claus

Wenn Elsterwerdas Bürgermeisterin Anja Heinrich (CDU) auf die großen Investitionen in der Stadt in diesem Jahr angesprochen wird, nennt sie kurz und prägnant nur zwei, drei der wichtigen mit Geld verbundenen Vorhaben. Weitaus umfangreicher wird sie, wenn es um Visionen geht und vor allem das neue „Wir-Gefühl“, das sie gern erzeugen möchte. Denn sie ist überzeugt: Elsterwerda hat viel zu bieten, muss sich nur besser vermarkten.

Offener Jugendtreff. Diese Investition ist nach Ansicht der Bürgermeisterin für die Stadt dringend erforderlich: „Während man sich in anderen Kommunen der Entwicklung von Jugendkultur widmet“, so die Bürgermeisterin,  „fehlt in Elsterwerdas Stadtbereich bislang jede Infrastruktur für junge Menschen.“ Mit einer Investitionssumme von geplanten 481 400 Euro soll der Offene Jugendtreff in Bahnhofsnähe realisiert werden. Die Baugenehmigung stehe noch aus, im Hauptausschuss am Montag geht es dennoch bereits um erste Auftragsvergaben. In diesem Monat werde zudem ein neuer Jugendkoordinator, der sich gemeinsam mit Jugendlichen intensiv in die Konzeption einbringen solle, seine Tätigkeit aufnehmen.

 

Anbau Personenaufzug Kita Pappelweg. Was klinge, wie eine Modernisierung, „ist so viel mehr“, sagt die Bürgermeisterin zu dieser 136 600- Euro-Investition. Die Kita Pappelweg sei die einzige integrative Kindertagesstätte in der Stadt Elsterwerda, bei der Kinder mit und ohne erhöhte Bedarfe betreut und begleitet werden. Der Aufzug sei seit Jahren dringend erforderlich, um auch Kindern mit einem Handicap und mit Rollstühlen gerecht werden zu können. Mit dieser Investition werde die gute pädagogische und insbesondere integrative Arbeit erleichtert  und unterstützt.

Ausbau  der Weststraße. Schon vor dem Bau der Ortsumfahrung sei gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenwesen die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Weststraße mit dem Ausbau des östlichen  Rad- und Gehweges  vorgesehen. Die Kostenschätzung liege bei 160 000 Euro für den Geh- und Radweg bei Gesamtkosten von etwa 1,5 Millionen Euro. Darüber hinaus soll die Beleuchtung in der Thiemigstraße bis zur Packhofstraße komplettiert werden; Kosten: 50 000 Euro.

Erweiterung des  Gewerbegebietes Elsterwerda. Die Stadt will vom Strukturwandel in der Kohleregion profitieren und sich deshalb fit für neue Ansiedlungen machen. Die jetzt „ausgelasteten Gewebegebiete machen die Eruierung neuer Ansiedlungsmöglichkeiten“ nötig und damit entsprechende Planungen erforderlich, so Anja Heinrich.

 

Image und Marketing. Bereits mit der seit 2018 bestehenden Mitgliedschaft  im Tourismusverband Elbe-Elster wolle die Stadt „neue und innovative Wege eines klugen Marketings“ gehen.  Im Jahr 2019 soll erstmals neben dem traditionellen Frühlingsfest der Werbegemeinschaft und der Einkaufsnacht des Gewerbevereins die 48-Stunden-Aktion des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg stattfinden. In anderen Teilen des Kreises hat diese Aktion zu Besucheransturm, vor allem aus dem Raum Berlin, geführt. Das Classic-open-air auf dem Marktplatz soll noch attraktiver werden. Im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft sieht die Bürgermeisterin bislang nicht ausgeschöpfte Potenziale. „Wir werden in den kommenden Jahren intensiv in ein regionales Image im Kontext einer Naturparkregion investieren.“ Am Pfingstwochenende soll mit dem Naturparkfest in Kraupa der Startschuss gegeben werden. Deutlich aktivieren will Anja Heinrich das Stadthaus. „Foyer und Ballsaal werden langfristig zu einem Ort der Kultur und Begegnung.“ Der erstmals stattfindende Bürgerempfang im März sei der Auftakt.

 

Stadtpark. Aus dem ehemaligen städtischen Friedhof im unmittelbaren Zentrum der Stadt sei über viele Jahrzehnte ein Stadtpark mit zahlreichen Gedenkorten, welche die Geschichte der Stadt widerspiegeln, entstanden. Auch Plätze zum Spielen und Verweilen biete der Stadtpark. Aber: „Zeitnah bedarf der Park einer klugen und sensiblen konzeptionellen Umgestaltung mit einem Freiluftpfad entlang der bestehenden Gedenkorte sowie einem, die Grablegungen schützenden separaten Bereich für Spielplatz, Kunst, Kultur und Veranstaltungen.“

 

Hochwasserschutz und Ortsumfahrung. Der im Jahr 2018 durch die Stadtverwaltung erstmals begründete Runde Tisch zur Ortsumfahrung Elsterwerda solle, so Bürgermeisterin Anja Heinrich, gemeinsam mit den im Kontext stehenden Ministerien des Landes Brandenburg, dem Landesbetrieb für Straßenwesen, dem Planungsbüro Degis und dem Landkreis Elbe-Elster kontinuierlich fortgeführt werden. Die dringend erforderlichen  Investitionen in den Hochwasserschutz der Ortslagen würden gemeinsam mit allen Anrainerkommunen mit Nachdruck im Land Brandenburg weiterhin eingefordert.