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Für bessere Internetverbindungen
Mehr Bandbreite für das Gewerbegebiet in Bad Liebenwerda

Breitbandausbau in Bad Liebenwerda gestartet: Axel Schumann, Leiter Vertrieb bei envia TEL, Bürgermeister Thomas Richter und Nils Kallinich, Bauleiter bei der Fernmeldebau Strausberg GmbH, beim ersten Spatenstich am Donnerstag im Gewerbegebiet Nord.
Breitbandausbau in Bad Liebenwerda gestartet: Axel Schumann, Leiter Vertrieb bei envia TEL, Bürgermeister Thomas Richter und Nils Kallinich, Bauleiter bei der Fernmeldebau Strausberg GmbH, beim ersten Spatenstich am Donnerstag im Gewerbegebiet Nord. FOTO: Karsten Bär / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Bad Liebenwerda. Ausbau des Glasfasernetzes durch envia TEL in Bad Liebenwerda hat begonnen. Von Karsten Bär

Das Unternehmen envia TEL GmbH verschafft den Unternehmen im Bad Liebenwerdaer Gewerbegebiet Nord Zugang zum Breitbandinternet. Am Donnerstag begann mit dem symbolischen ersten Spatenstich der Ausbau des Glasfasernetzes. Tatsächlich gestartet wird die Verlegung der sogenannten „Speedpipes“ am 6. November, wie Axel Schumann, Leiter Vertrieb bei der in Markkleeberg ansässigen enviaM-Tochtergesellschaft erklärte.

Sechs Wochen soll es dauern, bis die Glasfaserleitung vom Umspannwerk an der Riesaer Straße über drei Kilometer ins Gewerbegebiet Nord verlegt ist. Den Nutzern stehen dann Bandbreiten zwischen 100 Megabit bis 10 Gigabit pro Sekunde und bei Bedarf auch mehr zur Verfügung, wobei – anders als beim privat genutzten DSL – Download und Upload die gleiche Bandbreite aufweisen.

Ausschließlich gewerbliche Kunden und öffentliche Einrichtungen werden beliefert. Envia TEL engagiere sich derzeit nicht im Privatkundengeschäft, wie Projektmanager Christian Martin erklärte.

Verlegt wird das Kabel durch die Firma Fernmeldebau Strausberg komplett grabenlos im sogenannten Horizontalspülbohrverfahren. Lediglich alle 80 bis 120 Meter wird es ein sogenanntes Kopfloch als Start- bzw. Zielgrube für den Bohrvorgang geben. Etwas länger ist der Abstand nur in dem Bereich, in dem unter der Schwarzen Elster durchgebohrt wird.  Der nur fünf Zentimeter dicke Kanal, durch den die Glasfaserkabel geführt werden, wird je nach Vorhandensein anderer bereits verlegter Medien und Kanäle zwischen 80 Zentimeter und im Extremfall bis zu 14 Meter Tiefe unter der Riesaer Straße, Bahnhofstraße und Berliner Straße verlaufen und dann ins Gewerbegebiet führen. Entlang dieser Streckenführung können weitere Kunden angeschlossen werden.

Bad Liebenwerdas Bürgermeister Thomas Richter, der am ersten Spatenstich für das Vorhaben teilnahm, sieht hier unter anderem für die Kommunalverwaltung und für das Grundschulzentrum eine gute Möglichkeit für eine bessere Versorgung mit Breitbandinternet. Bislang wollen sich drei Unternehmen im Gewerbegebiet ans Glasfasernetz der envia TEL anschließen lassen, darunter die Ingenieurbüros WTU und Hemminger. „In dieser Branche werden Datensätze in Größenordnungen elektronisch versandt, wofür entsprechende Bandbreite benötigt wird“, betonte Bürgermeister Richter.

Man rechne damit, weitere gewerbliche Kunden in Bad Liebenwerda zu gewinnen, sagte Vertriebsleiter Axel Schumann. Entsprechende Entscheidungen würden unternehmensintern jedoch mitunter etwas zeitlichen Vorlauf benötigen.