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| 19:09 Uhr

Internationaler Gebrüder-Graun-Wettbewerb
Deutschlandweit einmalig

Das Ensemble Accorda (Deutschland, Lettland, Kanada, England) gehört zu den sechs Ensembles, die im Wettbewerb antreten dürfen.
Das Ensemble Accorda (Deutschland, Lettland, Kanada, England) gehört zu den sechs Ensembles, die im Wettbewerb antreten dürfen. FOTO: LR / Kulturamt EE
Bad Liebenwerda. Er war noch nie so international und noch nie so vielfältig: Der Gebrüder-Graun Wettbewerb in Bad Liebenwerda setzt am Wochenende vom 2. bis 4. November neue Maßstäbe. Von Frank Claus

63 Sänger und Instrumentalisten, darunter 21 Solisten und zehn Ensembles, haben sich für den vom Kulturamt des Landkreises Elbe-Elster, der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“, der Stadt Bad Liebenwerda und der Stadt Uebigau-Wahrenbrück initiierten Internationalen Gebrüder-Graun-Wettbewerb beworben.

Die Bewerber  – zumeist Studierende an Musikhochschulen – kommen aus 22 Herkunftsländern, unter anderem aus Israel, Kanada, Korea, Japan, China und Russland. Sie studieren an renommierten Hochschulen, u.a. dem Conservatorium van Amsterdam (Niederlande), dem Royal College of Music in London (Großbritannien), der Schola Cantorum Basiliensis (Schweiz), Akademia Muzyczna w Krakowie (Polen), der University of Arts Helsinki (Finnland), der Academie Supérieur de Musique de Strasbourg (Frankreich) und den deutschen Musikhochschulen in Berlin, Hamburg, Mainz, Hannover, Karlsruhe, Weimar, Wiesbaden, Bremen, Trossingen und Frankfurt am Main.

Yu Ma (Taiwan) spielt einen Wettbewerbsbeitrag auf der Traverso.
Yu Ma (Taiwan) spielt einen Wettbewerbsbeitrag auf der Traverso. FOTO: LR / Teddie Hwang

Die Veranstalter hatten keine andere Wahl. Sie mussten eine Vorauswahl treffen. 20 Teilnehmer dürfen antreten und um das Preisgeld in Höhe von insgesamt 14 000 Euro ringen. Das Ticket erhielten acht Instrumental-Solisten, sechs Gesangssolisten und sechs Ensembles. Dieser klangvolle Mix ist am 2. November ab 10 Uhr im Bürgerhaus zu hören. Der Eintritt ist frei.

Luis Martínez Pueyo (Spanien) bietet Graun-Stücke auf der Barockflöte.
Luis Martínez Pueyo (Spanien) bietet Graun-Stücke auf der Barockflöte. FOTO: LR / Kulturamt EE

Zu hören sein wird die Musik des 18. Jahrhunderts und insbesondere die der Graun-Brüder. Zugelassen sind zudem ausgewählte Werke sächsischer Zeitgenossen des 18. Jahrhunderts, wobei mindestens eines der präsentierten Werke von den Graun-Brüdern sein muss.

Ruth Katharina Peeck (Deutschland) gehört zu den sechs Gesangssolisten.
Ruth Katharina Peeck (Deutschland) gehört zu den sechs Gesangssolisten. FOTO: LR / Kulturamt EE

Die Grauns zählen zu den Hauptvertretern der Berliner Klassik. Geboren in Wahrenbrück, wurde Carl Heinrich Graun Hofkapellmeister in der Kapelle des preußischen Königs Friedrich des Großen. Sein Bruder Johann Gottlieb Graun war am gleichen Hof Konzertmeister und Kammermusiker mit Fokus auf die Streicher des königlichen Opernorchesters. August Friedrich, der Dritte der Graun-Brüder, arbeitete als Domkantor in Merseburg. Erstmals beim Graun-Wettbewerb gibt es am Sonnabend, 3. November, Café-Haus-Klänge in der Fontana-Klinik (14 Uhr), im Café Beeg (15 Uhr), im Restaurant Exil (15 Uhr). Am gleichen Abend findet erstmals ab 18.30 Uhr im Bürgerhaus in Bad Liebenwerda ein historischer Tanzabend statt („Schreiten wie zu Friedrichs Zeiten“; Eintritt 4 Euro).

Anders Muskens (Kanada) will auf dem Hammerklavier überzeugen.
Anders Muskens (Kanada) will auf dem Hammerklavier überzeugen. FOTO: LR / Kulturamt EE

Die Abschlussveranstaltung mit Bekanntgabe der Preisträger beginnt am Sonntag 10 Uhr im Bürgerhaus (Eintritt 10 Euro).

Graun-Plakat / der bundesweit ausgeschriebene Graun-Wettbewerb findet immer mehr Beachtung in de Kulturszene ;  Der Wettbewerb hat erstmalig internationale Besetzung gefunden. Foto: pr  Für die zunehmende Popularität Graunscher Musik spricht, dass der Wettbewerb erstmalig internationale Besetzung gefunden hat. Foto: pr
Graun-Plakat / der bundesweit ausgeschriebene Graun-Wettbewerb findet immer mehr Beachtung in de Kulturszene ; Der Wettbewerb hat erstmalig internationale Besetzung gefunden. Foto: pr Für die zunehmende Popularität Graunscher Musik spricht, dass der Wettbewerb erstmalig internationale Besetzung gefunden hat. Foto: pr FOTO: pr